Das Wailers‘ Museum in Kingston


Lesezeit: 3 Minuten

Das Wailers‘ Museum in Washington Gardens in Kingston auf Jamaika beherbergt eine „Hommage an das Leben und Vermächtnis von Neville O’Riley Livingston aka Bunny Wailer“.  Eröffnet im April 2017 ist es der breiten Öffentlichkeit noch recht unbekannt. Auch aus diesem Grund kann sich ein Besuch im Wailers-Museum in Kingston lohnen.

Wie kommt man zum Wailers‘ Museum in Kingston?

Das Wailers-Museum im Wohnhaus der Familie Livingston befindet sich im Kingstoner Stadtteil Washington Gardens im Darley Crescent Nr. 10. Die Adresse wird von Navigationssystemen gut gefunden. Verlasst euch nicht auf die Ortsangabe in Google Maps, gebt die Adresse 10 Darley Crescend Kingston ins Navi ein. Es ist kein Problem, das Auto am Strassenrand zu parken. Mit dem Bus Nr.31 / 31 A Richtung City steigt man an der Haltestelle Weymouth Drive 96 aus. Die Haltestelle in der Gegenrichtung heisst Weymouth Drive 45. Bequemer ist die Anreise zum Wailers‘ Museum per Taxi oder man besucht das Wailers‘ Museum im Rahmen einer individuellen Tour mit einem Tourguide.

 Die Story der „Wailers“ als Familiengeschichte

Maxine Stowe – die Managerin Bunny Wailers – führt allerhand Interessantes erzählend und erklärend durch das einstöckige Haus. Anhand von Schautafeln und Exponaten, wie z.B. Instrumenten, erfährt der Besucher im Wailers‘ Museum in Kingston viel über die familiären Verknüpfungen zwischen den Bandmitgliedern der Wailers und über die freundschaftlichen Verbindungen zwischen ihnen, die auch mit dem Ausstieg Peter Toshs und Bunny Wailers aus der Band nicht endeten, wie so oft dargestellt.

Das Wailers‘ Museum in Kingston ist eigentlich für Trenchtown geplant, weil dort die Geschichte der Wailers auch begann. Doch das Haus in der Second Street 17-19, in dem Bunnys Vater Thaddeus mit Bob’s Mutter Cedella lebte, muss erst noch auf Vordermann gebracht werden, wenn die Bewohner umgesiedelt wurden.

Im Wailers‘ Museum wird das Bild über die Band und ihre Geschichte harmonischer gezeichnet, als es an verschiedenen Marley/Tosh-Plätzen auf der Insel vermittelt wird. Wailers-Fans können sich darauf freuen, alles über die „Wailers“ aus der Sichtweise des letzten lebenden Zeitzeugen und Gründungsmitglied der „Wailers“ zu erfahren. Wenn der Künstler anwesend ist, gibt es als Höhepunkt der Tour sogar ein kurzes Meet and Greet mit Jah B himself.

Tipps für das Wailers‘ Museum in Kingston

Es gibt keine offiziellen Öffnungzeiten für das Wailers‘ Museum. Da sich die Ausstellung im Wohnhaus Bunny Wailers befindet, ist ein Besuch nur nach vorheriger Absprache tel. +1 876-850-4403 oder im Rahmen einer Tour mit einem Tourunternehmen möglich. Es ist erlaubt, Fotos zu machen. Die Führung dauert plusminus 45 Minuten. Die Kosten für den Eintritt sind uns nicht bekannt, sie waren in unserer Tagestour inclusive.

Noch mehr Tipps für die „Wailers“ und Reggae in Kingston

Bekanntermassen wurden auch Bob Marley und Peter Tosh Museen in Kingston gewidmet, die ein echter Wailers-Fan auch trotz ihrer offensichtlichen Kommerzialisierung nicht verpassen sollte. Fast schon Pflicht ist der Besuch im Trenchtown Culture Yard, wo Touren durch die reggaegeschichtsträchtigen Gassen von Trenchtown angeboten werden. In den Tuff-Gong-Studios lebt der Wailers-Spirit ebenfalls weiter. Ihr wollt den Reggae spüren und auf Vinyl gepresste Musikschätzchen  kaufen? Macht einen Spaziergang in der Orange-Street, wo sich ausser dem Schallplattenladen „Rockers International Records“ noch ein paar Aufnahmestudios befinden.

Wenn ihr keine Lust habt, euren Besuch im Wailers‘ Museum Kingston allein zu organisieren oder es euch zu heikel ist, ohne Begleitung durch Jamaikas Hauptstadt zu wandeln: Sucht euch ein Tourunternehmen, welches eure Vorstellungen in einer Tagestour verknüpft. Wir waren einen ganzen Tag lang mit Karen auf Music-Tour in Kingston. Jamaica Cultural Enterprises empfehlen wir gerne auch unseren Lesern weiter.

Unser Fazit:

Wir haben das Wailers‘ Museum im Frühjahr 2019 besucht. Im Wohnhaus von Neville O’Riley Livingston aka Bunny Wailer, ist in unseren Augen eine einmalige und sehr persönliche Ausstellung gelungen, die die Familiengeschichte der Livingstons/ Marleys mit der Bandgeschichte der Wailers und dem Lebenswerk Bunny Wailers harmonisch verknüpft. Im Vergleich mit den Museen und Gedenkplätzen für Bob Marley und Peter Tosh empfanden wir das Wailers-Museum warmherzig und lebendig. Wer sich ein Bild von der Geschichte der Band „Wailers“ machen will, dem legen wir diesen Ort sehr ans Herz.

 

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Kategorien:Bunny Wailer, Persönlichkeiten Jamaikas, SEHEN UND ERLEBENSchlagwörter:, , , , , , , , , , , ,

2 Kommentare

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