Jamaika: Öffentliche Verkehrsmittel + Tipps für Bus & Taxi


Lesezeit: 12 Minuten

Öffentliche Verkehrsmittel in Jamaika – Tipps für Taxis, Busse und Knutsford Express

Wie funktionieren die öffentlichen Verkehrsmittel in Jamaika? Diese Frage stellt sich fast jeder Jamaika-Reisende spätestens kurz nach der Landung auf der Karibikinsel. Die komfortabelste Antwort auf die Frage, wie du in Jamaika von A nach B kommst, ist für uns bekanntlich ein eigener Mietwagen. Aber auch wir sind nicht immer als Selbstfahrer unterwegs und greifen dann auf die alternativen Transportmöglichkeiten in Jamaika zurück. [aktualisiert 07/2026]

Insidertipps für Taxifahrten auf Jamaika, einschließlich Verhaltensregeln im Sammeltaxi, Tipps zum Feilschen und Strategien gegen aufdringliche Fahrer am Flughafen verraten wir im Beitrag Taxi-Knigge für Jamaika: Echte Erlebnisse und ehrliche Ratschläge.

Das Bild "Junction Bus" des jamaikanischen Malers Herbie Rose zeigt einen bunten Bus auf einer Landstrasse in Jamaika mit Trittbrettfahrern.

Dieses bekannte Kunstwerk des jamaikanischen Malers Herbie Rose mit dem Titel „Junction Bus“ aka „Jamaican Express“ fängt die abenteuerliche Fahrt in einem traditionellen ländlichen Bus ein und gilt als absoluter Klassiker der jamaikanischen Kunstszene. Countrybusse waren in Jamaika bis in die 1980er und 1990er Jahre hinein das wichtigste Fortbewegungsmittel für Fahrten quer über die Insel, bevor sie schrittweise von den heutigen, schnelleren Minibussen und den modernen Linienbussen abgelöst wurden.

Wie du öffentliche Verkehrsmittel in Jamaika sicher nutzt

Schienenverkehr suchst du hier übrigens vergeblich: Obwohl Jamaika einst das allererste Eisenbahnnetz ausserhalb Europas und Nordamerikas hatte, wurde das öffentliche Schienennetz bereits 1992 weitgehend stillgelegt. Mittlerweile gibt es zwar einen 30-jährigen Masterplan für eine moderne Wiederbelebung der Züge für Pendler und Kreuzfahrtgäste, bis dahin bleibt die Schiene für Urlauber aber reine Zukunftsmusik.

Der gesamte Personenverkehr verlagert sich aktuell also komplett auf die teils maroden Strassen und teilt sich in vier Hauptoptionen auf: Charter-Taxis, Hackney-Taxis, die beliebten Route-Taxis und Busse. Die bequemste Variante für deinen Transfer zum Hotel ist, für dich exklusiv ein Charter-Taxi zu buchen. Das hat allerdings auch einen exklusiven Preis. Im entsprechenden Kapitel unten liest du mehr darüber.

Goldene Regel für Jamaikas Personentransport
  • Rote Nummernschilder: Jedes offizielle Verkehrsmittel (egal ob Bus oder Taxi) muss zwingend ein rotes Kennzeichen mit weisser Schrift besitzen.
  • PP: Die Kennzeichen müssen zwingend mit diesen Buchstaben beginnen, um eine staatliche Lizenz und Versicherung zu garantieren.

Genau dieses rote Nummernschild soll dir garantieren, dass der Fahrer staatlich lizenziert und das Fahrzeug für Insassen offiziell versichert ist. Steige aus Sicherheitsgründen niemals in Autos mit weissen Privatschildern (Robot Taxis) ein!

Wenn du als Individualreisender das Land günstig und sicher auf eigene Faust erkunden willst, sind die Fern- und Linienbusse der perfekte Einstieg. Sie gelten als die sichersten öffentlichen Verkehrsmittel in Jamaika. Was du zur Sicherheit in den öffentlichen Verkehrsmitteln speziell beachten solltest, liest du im extra Abschnitt „Wie sicher sind Busse und Taxis in Jamaika?“.

Linienbusse und Fernbusse in Jamaika im Überblick

Die grossen Busse sind die sicherste und entspannteste Option, um in Jamaika voran zu kommen. Sie verkehren nach Fahrplänen und man zahlt immer Festpreise und muss nicht verhandeln. Allerdings wird hier ganz klar unterschieden: zwischen modernen, komfortablen Fernbussen für lange Strecken und den typischen Linienbussen im Nahverkehr im Raum Kingston und Montego Bay.

Knutsford Express – Der komfortable Premium-Fernbus

Der Knutsford Express ist die absolute Nummer eins für Individualreisende, die grosse Distanzen mit Gepäck komfortabel zurücklegen wollen. Wir sind mit dem Knutsford Express schon die Nordroute nach Kingston gefahren und können dir den „Jamaican Flixbus“ wärmstens empfehlen.

Hinter Jamaikas modernstem Busnetz steckt übrigens eine ordentliche Portion deutsch-jamaikanische Unternehmer-Power. Die deutschstämmige Mutter des Mitbegründers Oliver Townsend – Anne-Dore – gründete mit ihrem Mann Gordon bereits 1977 Caribic Vacations in Montego Bay. Mit dem Fernbus-System Knutsford Express revolutionierte Oliver im Jahr 2006 den Verkehr auf der Insel komplett.

Die modernen, grossen Reisebusse verbinden heute die wichtigsten Städte und Tourismus-Zentren wie Kingston, Montego Bay, Ocho Rios und Negril auf direktem Weg über die Highways. Der Knutsford Express startet an festgelegten eigenen Busbahnhöfen und steuert auch nur eigene Umsteigestationen an. Das Preis/Leistungs-Verhältnis für den Knutsford Express ist gut und die Fahrten an sich erschwinglich.

An Bord fanden wir für jamaikanische Verhältnisse puren Luxus vor: Es gibt eine funktionierende Klimaanlage, kostenloses WLAN, USB-Lademöglichkeiten am Sitz, ein professionelles Gepäckbordsystem und sogar eine Bordtoilette.

Da der Knutsford Express nach festen Fahrplänen operiert und extrem beliebt ist, solltest du dein Ticket unbedingt vorab rechtzeitig online über die offizielle Website knutsfordexpress.com oder direkt am Schalter buchen.

JUTC Rural Express als neue Fernbus-Alternative in Jamaika

Lange Zeit war der Knutsford Express der unangefochtene König auf den langen Strecken. Doch seit Oktober 2025 gibt es eine spannende Alternative. Die staatliche Jamaica Urban Transit Company (JUTC) hat nämlich ihr brandneues Netz der JUTC Rural Express-Linien gestartet. Diese neuen Premium-Fernbusse verbinden nun Kingston direkt mit Montego Bay, Negril und Ocho Rios und versprechen günstige Preise.

Auch diese modernen Busse bieten dir mehr Komfort mit Klimaanlage, USB-Ladebuchsen und Gepäckfächern. Wenn du deine Route und Preise vorab checken willst, findest du die aktuellen Abfahrtszeiten direkt auf der offiziellen Webseite der JUTC.

Ein grosser, gelber öffentlicher Linienbus der JUTC an einer Strasse in Kingston, Jamaika.

JUTC Busse und die Montego Bay Metro: Der Linienbusverkehr in Jamaikas Grosstädten

Die grossen, gelben Busse der Jamaica Urban Transit Company (JUTC) entsprechen am ehesten dem, was wir aus Europa als klassischen Linienbus kennen. Sie bedienen ein dichtes Netz an festen Routen und Haltestellen, allerdings fast ausschliesslich im Grossraum Kingston, Portmore und Spanish Town.

Die Linienbusse der Montego Bay Metro Company bedienen wichtige Pendlerstrecken von MoBay in Umland-Hotspots wie Falmouth, Sandy Bay, Lucea oder Cambridge. Die Fahrten kosten ca 150 JMD, bezahlt wird passend Cash im Bus. In den typischen Urlaubsregionen an der Nord- und Westküste spielen sie als öffentliche Verkehrsmittel in Jamaika wahrscheinlich für Touristen kaum eine Rolle.

Wenn du dich jedoch in die Hauptstadt Kingston und weiter Richtung Morant Bay im Osten wagst, sind die JUTC-Busse eine unschlagbar günstige Möglichkeit, um dich wie die Locals durch das chronisch verstaute Stadtgebiet zu bewegen. Die Fahrten im Stadtgebiet kosten zwischen 100 und 150 JMD, bezahlt wird beim Einstieg in bar oder (preiswerter) per Smartercard. Diese wiederaufladbare Karte ist im Half-Way Tree Transport Centre, im Downtown Ticket Office, im Spanish Town Hub oder am Greater Portmore Hub erhältlich.

Coaster Busse – Das Abenteuer in den lokalen Minibussen

Auf ländlichen Strecken übernehmen die sogenannten Coaster-Busse das absolute Kommando. Diese 20- bis 30-Sitzer-Minibusse sind das echte Rückgrat der öffentlichen Verkehrsmittel in Jamaika. Viele dieser privaten Busse sind bunt lackiert oder tragen stolz Spitznamen an der Frontscheibe. Da sie offiziell registriert sind, erkennst du sie sofort an den roten PPV-Nummernschildern.

Sie verbinden grössere Orte und sammeln am Strassenrand alles ein, was die Hand hebt. Ein fester Fahrplan? Vergiss es! Ein Coaster fährt am Busbahnhof meist erst los, wenn auch der allerletzte Sitzplatz – und gefühlt noch drei Stehplätze mehr – besetzt ist.

Vollbesetzter Coasterbus auf einer Strasse in jamaika.

Allermeistens gibt es an Bord einen „Schaffner“ (Conductor), der singend um die Gunst neuer Fahrgäste buhlt, während er sich später akrobatisch zum Kassieren durch den vollen Bus drängt. Die Fahrten sind oft laut, eng und durch Reggae oder Dancehall aus den Boxen extrem lebendig. Die rasante Fahrt ähnelt nicht selten der auf einer „Wilden Maus“ auf dem Jahrmarkt – du brauchst hier definitiv einen festen Magen!

Wenn du mit leichtem Gepäck reist und das ungefilterte Jamaika erleben willst, ist ein Coaster ein geniales, spottbilliges Abenteuer. Am Zielort rufst du dem Fahrer einfach laut ein „One stop, please!“ zu. Und keine Sorge: Die auskunftswilligen Schaffner sorgen im Trubel der Transport Center immer dafür, dass du beim Umsteigen garantiert den richtigen Anschluss erwischt.

Was dieses Abenteuer kostet, erklären wir dir weiter unten im Abschnitt Preisrechner. So bist du für jedes öffentliche Verkehrsmittel in Jamaika perfekt gewappnet!

Taxis in Jamaika und wie du Abzocke am Flughafen vermeidest

Direkt am Ankunftsbereich in MoBay oder Kingston empfängt dich die Hitze wie ein Keulenschlag – und eine Meute geschäftshungriger Jamaikaner auf Fahrgastsuche. Jeder macht dir natürlich den besten Preis! Zwinker. Noch bevor du realisiert hast, dass du in Jamaika bist, wirst du so unter Umständen den ersten Batzen Dollars los.

Um nicht gleich abgezockt zu werden, solltest du dich mit den Taxis und den Preisen auskennen. Bei den offiziellen Taxis in Jamaika unterscheidest du im Alltag grundsätzlich folgende drei Arten:

 Die 3 Taxi-Arten in Jamaika im Überblick
👥 Route-Taxis:
Die günstigen Sammeltaxis für feste Strecken.
🚖 Hackney Carriages:
Die klassischen Privattaxis für das Stadtgebiet.
Charter-Taxis:
Die exklusiven, teureren Touristen-Transfers.

Wenn du die Preise für öffentliche Verkehrsmittel in Jamaika kennst, kannst du Mondpreise geschickt kontern und besser verhandeln. Wappne dich am besten noch mit etwas Zeit und Geduld sowie deinem besten Pokerface – das wirst du im jamaikanischen Transportalltag definitiv brauchen!

Route-Taxis: Günstig und authentisch reisen mit Jamaikas beliebten Sammeltaxis

Wenn du als Individualreisender so richtig günstig und nah an den Locals durch Jamaika reisen willst, führt kein Weg an den berüchtigten Route-Taxis vorbei. Diese geteilten Sammeltaxis sind das öffentliche Verkehrsmittel Nummer eins in Jamaika. Sie bedienen feste Strecken zwischen zwei Ortschaften – ähnlich wie ein Linienbus, nur eben als ganz normaler Pkw oder Kombi.

So erkennst du ein echtes Route-Taxi: Damit du am Strassenrand nicht versehentlich in ein illegales „Robot“-Taxi einsteigst, achte einfach auf das rote Nummernschild und die Karomuster-Banderole. An den beiden Vordertüren der offiziellen Route-Taxis befindet sich ein markanter, schwarz-weiss-karierter Streifen. Darauf steht meistens auch direkt gedruckt, welche feste Strecke das Taxi bedient. Das auf dem Bild beispielsweise fährt von Half Way Tree über Richmond nach Maxfield. 

So funktioniert das Mitfahren in Jamaikas Route-Taxis

Das System ist genial einfach: Route-Taxis halten auf Handzeichen. Hat der Fahrer noch Platz, hält er an und lässt dich einsteigen. Feste Abfahrtszeiten oder Haltestellen gibt es nicht. Am Besten sagst dem Fahrer einfach beim Einsteigen, wo er dich rauslassen soll und verifizierst bei der Gelegenheit noch mal den Preis.

Eine Strasse in Jamaika mit Route Taxis in der Rush Hour.
Bezahlt wird pro Person und Strecke bar und am besten halbwegs passend in Jamaika-Dollar beim Aussteigen. Die Preise und die exakte Berechnungs-Formel zeigen wir dir im nächsten Abschnitt.

Route-Taxis und Coaster werden oft bis auf den allerletzten Zentimeter vollgequetscht. Es ist völlig normal, dass sich auf der Rückbank eines normalen Pkw vier oder fünf Passagiere eng aneinanderdrücken. Wenn du mit grossem Reisegepäck oder einem fetten Koffer unterwegs bist, sind Route-Taxis deshalb absolut ungeeignet. Es jedoch keine günstigere und coolere Möglichkeit, um Land und Leute in Jamaika hautnah kennenzulernen. Zwinker.

Der offizielle Tarifrechner für Taxis und Coaster-Busse in Jamaika

Was die wenigsten Urlauber wissen: Die gesetzlichen Richtpreise für Route-Taxis, Hackney Carriages und sogar für die ländlichen Coaster-Minibusse (Rural Stage Carriage) sind von der staatlichen Transport Authority fest vorgeschrieben Sie basieren alle auf derselben mathematischen Formel:

Grundpreis (Base Rate) + (Streckenkilometer × Kilometerpreis.)

Der finale Betrag wird am Ende immer auf die nächsten 10 JMD aufgerundet. Seit den offiziellen Tariferhöhung im Juli 2026 gelten für die verschiedenen Fahrzeugklassen folgende gesetzliche Sätze:

Hackney Carriages (Privattaxis)
Grundpreis 375 JMD | Kilometerpreis 75 JMD | Stunde 1197 JMD
Route-Taxis (Sammeltaxis)
Grundpreis 132 JMD | Kilometerpreis 8,64 JMD
Coaster-Busse (Minibusse)
Grundpreis 53 JMD | Kilometerpreis 7,02 JMD

Einen tieferen Einblick der Taxi Preise in Jamaika mit Streckenangaben findest du auf der Website des jamaikanischen Verkehrsministeriums.

So berechnen sich die Fahrpreise in der Praxis

Um die Theorie lebendig zu machen, nehmen wir eine typische Strecke auf der Insel: Die Fahrt von Montego Bay nach Falmouth (ca. 33,5 Kilometer). Wenn du diese Route antrittst, rechnet die Behörde je nach Fahrzeugklasse mit ganz unterschiedlichen Beträgen. 

Achtung! Bist du mit sperrigem Gepäck unterwegs, welches einen Sitzplatz blockiert, wird dir unter Umständen auch ein zusätzlicher Sitzplatz berechnet!

Nimmst du für den Weg den lokalen Coaster-Bus, sieht die offizielle Rechnung der Transport Authority so aus:
53 JMD + (33,5 km × 7,02 JMD) = 288,17 JMD
Auf die nächsten 10 JMD gerundet zahlst du beim Schaffner im Bus also exakt 290 JMD bar auf die Hand.
Wählst du für dieselbe Strecke ein geteiltes Route-Taxi (Sammeltaxi), greift der reguläre Taxi-Sammeltarif:
132 JMD + (33,5 km × 8,64 JMD) = 421,44 JMD
Nach der offiziellen Rundungsregel der Behörde kostet dich diese Fahrt beim Aussteigen exakt 430 JMD pro Person.
Winkst du dir für dieselbe Strecke stattdessen ein privates Hackney Carriage ganz für dich allein heran, klettert der Preis durch den höheren Kilometertarif nach oben:
375 JMD + (33,5 km × 75 JMD) = 2.887,50 JMD
Nach der offiziellen Rundungsregel der Behörde beträgt der gesetzliche Festpreis für diese Fahrt also exakt 2.890 JMD (ca. 20 USD).

Übrigens: Für diese Strecke zahlst du im Knutsford Express ca. 1500 JMD. Wir finden, das ist ein fairer Kompromiss aus Komfort und Preis.

Hackney Carriage Taxi mit der typischen gelb-Scharzen-Karobanderole und dem Taxischild auf dem Dach am Strassenrand in Jamaika.

Typisch für Hackney Carriages: Die schwarz-gelbe Karomuster Banderole und das Taxi Schild

Hackney Carriage: Das lokale Privattaxi

What the heck ist ein Hackney Carriage?! Danke, dass du fragst, der Taxi Dschungel in Jamaika ist ja auch ehrlich wild. Hackney Taxis haben wir vorwiegend in Kingston und Umgebung gesehen. Ein Hackney Taxi hast du immer für dich alleine, ausser du teilst es freiwillig. Diese Taxis sind von der staatlichen Transport Authority lizenziert. Du erkennst sie auf Jamaikas Strassen sofort an den roten PP-Nummernschildern und einem markanten, gelb-schwarz karierten Streifen an den Seiten sowie am „Taxi“-Schild. Sie richten sich meist an Einheimische oder Reisende, die direkt innerhalb eines (Stadt-)Gebiets von A nach B wollen. Die Tarife stehen an den Vordertüren, man kann Hackney Taxis in Jamaika auch spontan per Anruf ordern.

Tipp: Planst du eine Fahrt im Hackney Taxi mit mehreren Stopps, kannst du vom günstigeren Stundensatz profitieren. Dieser beträgt seit Juli 2026 pro Stunde 1197 JMD.

Charter-Taxis für den bequemen Hotel-Transfer

Diese Touristen-Taxis würden wir nicht unbedingt als öffentliche Verkehrsmittel in Jamaika bezeichnen. Weil sie aber eine sehr komfortable – wenn auch nicht preisgünstige – Möglichkeit des Transportes sind, erklären wir sie dir trotzdem.

 Du buchst sie am besten vorab für Flughafentransfers, Hotelwechsel oder geplante Tagestouren. Die Preise sind an grobe Vorgaben des Jamaica Tourist Board gekoppelt. Organisiert sind die Fahrer meistens über bekannte Verbände wie JUTA oder JCAL. Zum Einsatz kommen neuere, gut klimatisierte Minivans oder moderne SUVs und der Fahrer hatte zumindest einen Crashkurs im Umgang mit Touristen.

Tabelle mit Preisen für Charter-Taxis in Jamaika.Offizielle Charter-Taxi-Preise ab Flughafen Montego Bay Sangster International Airport in Jamaika als Tabelle.

Diese Tabelle dient dir als realistischer Orientierungsrahmen für deine Reisekasse. Wichtigstes Merkmal: Die Preise für die Fahrten im Charter-Taxi werden meistens in US-Dollar genannt und sind offiziell fix vorgegeben. So kostet besagte Fahrt von Montego Bay nach Falmouth je nach Startpunkt in MoBay im Charter-Taxi zwischen 60 und 80 USD, also 9000 – 12000 JMD. 

Wenn du wissen willst, was der Transfer im JUTA oder JCAL Taxi exakt kosten wird, solltest du auf der JUTA Website eine direkte Anfrage stellenDie Kosten für Transport in Jamaika sind ein nicht zu unterschätzender Faktor für dein Reisebudget. In Kosten für einen Jamaika Urlaub und die besten Spartipps verraten wir dir, wo du auf deiner Jamaika-Reise noch bares Geld sparen kannst.

Wie sicher sind Busse und Taxis in Jamaika?

Die Frage nach der Sicherheit im jamaikanischen Nahverkehr lässt sich nicht pauschal beantworten. Grundsätzlich ist der öffentliche Transport in Jamaika weitaus sicherer, als sein Ruf vermuten lässt. Dennoch unterscheidet sich das Sicherheitsniveau zwischen den einzelnen Transportmitteln.

⚠️ Wichtige Verhaltensregeln auf einen Blick
  1. Meide illegale Verkehrsmittel konsequent!
  2. Fahre möglichst nicht zu den Stoßzeiten!
  3. Achte unbedingt auf deine Wertsachen!

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass neben exklusiven Charterfahrten bei offiziellen Transportunternehmen auch Fahrten im Fernbus (wie dem Knutsford Express) ein sehr geringes Sicherheitsrisiko aufweisen.

Bei lokalen Coastern, Route-Taxis und Linienbussen ist hingegen ein erhöhtes Risiko für Taschendiebstähle und sexuelle Übergriffe durch andere Fahrgäste gegeben.

Das höchste Sicherheitsrisiko besteht in Jamaika im Transportbereich für Fahrten in illegalen Robot-Taxis (weiße Nummernschilder) oder über unregulierte Ride-Hailing-Fahrten. Hier können angefangen bei Raub über sexuelle Übergriffe bis hin zu Express-Entführungen schwerwiegende Straftaten vorkommen.

Uber, inDrive & Co. – Die Wahrheit über Ride-Sharing-Apps in Jamaika

Ride-Hailing-Apps (oft auch als Ride-Sharing bezeichnet) funktionieren in Jamaika nicht flächendeckend und sind primär in den grossen Städten wie Kingston und Montego Bay vertreten. Während Uber fast ausschließlich in diesen urbanen Zentren aktiv ist, sind an der Nordküste in Ocho Rios oder vereinzelt in Negril eher Fahrten über die App inDrive buchbar.

Die Nutzung von Ride-Hailing-Apps auf der Insel ist jedoch mit grosser Vorsicht zu genießen, da sie sich in einer absoluten rechtlichen Grauzone bewegt. Im Juni 2024 kam es nach dem Mord an einem Fahrgast zu einem politischen Erdbeben. Transportminister Daryl Vaz ordnete einen sofortigen, landesweiten Bann für alle Ride-Sharing-Apps an. Dieses pauschale Verbot erwies sich in der Praxis jedoch als technisch schwer durchsetzbar.

Nutzung einer Taxi-App in Jamaika: Ein visuelles Beispiel für die umstrittenen und unsicheren Ride-Hailing-Dienste wie Uber vor Ort.

Offiziell ist laut der jamaikanischen Regierung bis heute keine einzige Ride-Hailing-Plattform autorisiert, in Jamaika zu operieren. Das Verkehrsministerium arbeitet zwar an einer nationalen Mitfahr-Richtlinie (National Ride-Hailing Policy), diese ist jedoch noch nicht final verabschiedet. Da den Behörden zudem die passenden Gesetze für eine digitale Netzsperre fehlen, funktionieren Uber und inDrive auf den Handys zwar, sie sind aber eigentlich illegal. Trotzdem sind in Jamaika viele Locals und Touristen tagtäglich mit diesen Apps unterwegs und kommen auch an ihr Ziel.

Wir empfehlen dir aus Sicherheitsaspekten und aufgrund der unklaren Rechtslage die Nutzung von Uber, inDrive & Co. in Jamaika momentan aber nicht.

Fazit: Die öffentlichen Verkehrsmittel in Jamaika und unsere Empfehlung

Die „Öffis“ in Jamaika haben mit denen in Europa wenig gemeinsam. Zwar sind die gebräuchlichsten Transportmittel in Jamaika sehr preiswert, aus dem Grund jedoch auch auf maximalste Auslastung erpicht. Das kann bei den Temperaturen und der Enge in den Fahrzeugen sowie der ungewohnten jamaikanischen Mentalität unterhaltsam bis nervig sein. Auf jeden Fall zwingt es Jamaika-Reisende zur Kommunikation und Interaktion mit den Einheimischen, was ja auch nicht das Schlechteste ist. 

So nutzen wir die öffentlichen Verkehrsmittel in Jamaika

Meistens haben wir einen Mietwagen, aber manchmal greifen wir auch auf die lokalen Transportmöglichkeiten zurück. Vom Flughafen aus zum Hotel empfehlen wir dir – aufgrund der späten Landungen aus Europa – ein Charter-Taxi.. Wir lassen uns dann von unseren langjährig bewährten Tourunternehmen abholen.

Für ganz kurze Strecken, beispielsweise vom Westend in Negril bis zum Seven Mile Beach winken wir uns ein Route-Taxi heran. Wenn man die Preise kennt und bei Fahrtantritt bestätigen lässt, wird man auch nicht abgezockt.

Ein weisses Route-Taxi mit typischer Karobanderole. steht in Negril (Jamaika) am Strassenrand, darin ein freundlich lächelnder Fahrer.

Den Knutsford Express haben wir für die Strecke Negril – Kingston schon genutzt und fanden es recht komfortabel. Allerdings waren die Umstiege in Montego Bay und Ocho Rios ein wenig chaotisch, weil nicht gut kommuniziert.

In Kingston mit dem JUTC Bus zu fahren, war für uns eine spezielle Erfahrung. Nicht wegen der Busfahrt an sich. Der Fahrer war sogar so nett, uns die Haltestelle im Bus nochmal extra anzusagen, als wir raus wollten. Eine Herausforderung war, jeweils die passenden Haltestellen zu finden, da an diesen keine Streckenbeschreibungen oder Fahrpläne hängen.

Unsere Empfehlung für deine entspannte Fortbewegung in Jamaika:

Organisiere deinen Transfer vom Flughafen vor deiner Reise!

Kommst du als Erstbesucher nach Jamaika, dann ist es wirklich nervenschonender und auch sicherer, deinen Transfer schon im Vorfeld zu organisieren. Sofern dein Hotel oder Gastgeber keine Abholung anbietet, organisierst du entweder eine Fahrt mit dem Knutsford Express (letzte Abfahrtszeiten beachten) oder ein Charter-Taxi.

Taxis chartern kannst du auch noch in der Ankunftshalle nach dem Zoll am Flughafen. Dort sind die Stände der jamaikanischen Taxiverbände, wie beispielsweise JUTA. 

Die meisten Hotels bieten übrigens einen Transfer vom oder zum Flughafen in Montego Bay oder Kingston an. Oft ist bei All-Inclusive-Pauschalreisen der Transport sogar bereits organisiert und im Reisepreis enthalten.

Für Ausflüge oder Tagestouren sind in Jamaika eher Tourunternehmen oder Charterfahrten zu empfehlen, weil sie dich erstens gezielt von A nach B bringen und du zweitens schon während der Fahrt viel über die Insel erfährst.

Wenn du die Insel dann weiter individuell mit leichtem Gepäck bereisen möchtest, findest du in Route-Taxis und Coaster-Bussen eine sehr preiswerte Alternative. Mit ihnen kommst du fast in jedes jamaikanische Dorf.

Der Knutsford Express oder der neue JUTC Rural Express sind etwas teurer, aber auch komfortabel und transportieren dich sicher zwischen den Touri-Hotspots.

Die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in Jamaika schont zum Einen deine Urlaubskasse. Du bekommst zum Anderen auch tiefere und ungefilterte Einblicke in das echte Leben der Jamaikaner. Wenn du dich dabei auf den Rhythmus der Insel einlassen kannst, wird sogar schon der Weg zum Ziel.

Unsere virtuellen Mitfahrgelegenheiten für Jamaika

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