JAMAIKA-URLAUB TROTZ CORONA – TEIL ZWEI – EINREISE IN KINGSTON


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JAMAIKA-URLAUB TROTZ CORONA – UNSERE EINREISE IN KINGSTON

Viele von euch – liebe Mitreisenden – fragen sich, wie es ist, in diesen Zeiten nach Jamaika zu fliegen. Wir sind im September nach Jamaika aufgebrochen und haben in Teil I von „Jamaika-Urlaub trotz Corona“ darüber berichtet, wie wir die Anreise nach Jamaika empfunden haben. Heute erzählen wir euch, wie die Einreise am Norman Manley International Airport in Kingston für uns ablief.

Unsere Anreise nach Jamaika über Kingston geht über die Ostküste. Das Flugzeug überfliegt die Blue Mountains, Kingston und den südlichen Teil von St. Catherine. Nach einer Schleife steuert es dann auf die einzige Start-/Landebahn des Flughafens bei Port Royal zu. Und es ist wirklich wahr: Jamaikaner applaudieren noch, wenn das Flugzeug gelandet ist. Was bei den Gegebenheiten bei einer Landung in Jamaika auch wirklich angemessen scheint.

ANKUNFT AM NORMAN MANLEY AIRPORT IN KINGSTON

Der Ausstieg erfolgte wie der Einstieg: Eine Reihe nach der anderen. Was nur bedingt gut funktioniert, weil es die meisten Mitfliegenden einfach nicht abwarten können auszusteigen. Als wir die Gangway hinter uns haben und das Flughafengebäude betreten, erwartet uns die erste Station der Einreise: Zwei Angestellte des Gesundheitsministeriums händigen uns einen „Laufzettel“ aus, der uns durch die nächsten Stationen begleiten soll. Sie tragen ausser ihrer Dienstbekleidung noch Ganzkörper-Plastikschürzen, Gummihandschuhe, Einmalmasken und transparente Plastikvisiere. Die Desinfektionsmittelflasche, mit der sie den Einreisenden eigentlich die Hände desinfizieren sollen, ist leer. „Welcome to Jamaica“

Der Weg zur Immigration ist mit runden Abstands-Klebern versehen, wir warten geduldig im Gang, bis wir an einer Tür von Soldaten der Defence Force in den nächsten Gang in der „Familien-Reihe“ platziert werden. Auch die Soldiers tragen die Schutzbekleidung noch ÜBER ihrer Uniform und es ist wirklich warm in diesem Gang, wo wir nicht genau wissen, worauf wir jetzt warten. An uns vorbei werden immer wieder ältere oder gehbehinderte Herrschaften in Rollstühlen geschoben, die Minimum eine unversehrte Begleitung haben, die dann natürlich auch in den Genuss der prioritären Behandlung kommt.

INTERVIEW MIT TOUCHIN‘ JAMAICA

Langsam geht es vorwärts. Gesundheitspersonal geht an den Reihen entlang und fragt von den Fluggästen Symptome ab. Auch Fieber wird gemessen, welches sofort in eine Liste eingetragen und ebenso auf dem Laufzettel vermerkt wird. Dann sehen wir auch weiter vorne ein abgesperrtes Areal mit Tischen, an denen Gesundheitspersonal mit den Gesundheits-Interviews der Einreisenden beschäftigt ist.

Einreise am Norman Manley International Airport in Kingston Jamaika


Endlich sind wir auf Pole Position. Bevor wir jedoch zwei frisch desinfizierte Plastikstühle am Tisch von Dr. Leod zugeteilt bekommen, dürfen wir uns die Hände desinfizieren. Der Doc möchte unsere Pässe sowie die Travelauthorization haben und ruft dann auf seinem Tablet die Informationen auf, die wir beim Ausfüllen des Online-Antrages angegeben haben. Nachdem unsere Identität bestätigt ist, beginnt er mit dem Interview, welches fast genau die Fragen umfasst, die wir schon für die Reiseerlaubnis beantworten mussten. Also fragt er uns nach unserem Gesundheitszustand und auch ob wir Kontakt zu Corona-Erkrankten hatten usw. Wo wir uns wie lange aufzuhalten gedenken, wie wir dorthin kommen werden u. A.

Ab und zu tippt Dr. Leod etwas in sein Tablett. Am Ende erklärt er uns noch die Corona-Massnahmen in Jamaika und die derzeitig geltenden Verhaltensweisen für Touristen. Die Frage, ob wir Touren machen dürfen beantwortet er mit: „Ja, nach Absprache mit der Gesundheitsbehörde vor Ort, die müssen wissen, wo ihr seid. Ihr dürft nur mit einem lizensierten Tourunternehmen zu Covid-19-zertifzierten Attraktionen.“

Er schreibt uns die Telefonnummer der zuständigen Gesundheitsbehörde auf eines der zwei Blätter, die er uns für den Temperaturcheck aushändigt. „Hier müsst ihr eure Symptome eintragen und die Temperatur. Habt ihr alles verstanden?“ Nachdem wir bejaht haben, sollen wir die Kenntnis der Verhaltensvorschriften für Jamaika betreffend Corona mit unserer Unterschrift bestätigen.

Dazu hält er uns das Tablet entgegen, wo wir auf einem elektronischen Unterschriftenfeld jeweils unseren „Wilhelm“ hinterlassen. Der Text vom Interview-Formular war allerdings nicht sichtbar. Dann informiert er uns noch darüber, dass wir eine Kopie davon auch per E-Mail bekämen und wünscht uns einen schönen Aufenthalt. Unseren Laufzettel sehen wir nicht wieder.

TIPP: Bevor ihr auf dem Tablet unterschreibt, solltet ihr unbedingt darauf bestehen, alles noch einmal nachlesen zu dürfen.
Wir haben beim Öffnen der E-Mail eine böse Überraschung erlebt. Man hat uns als „High Risk“ eingestuft,
was uns aber nie gesagt wurde. Die Person, die das Interview mit uns geführt haben soll, haben wir nie gesehen.
Der Name von Dr. Leod war nirgends vermerkt. 
EINREISE MIT HINDERNISSEN – DIE TRAP MIT DER APP

Die Immigration, also die Einreise selbst, geht dafür recht flott vonstatten. Wir müssen nicht lange warten und die Beamtin am Schalter drückt ohne viel Fragerei den Stempel in unsere Pässe. Beim Warten am Immigration-Schalter haben wir schon die nächste – etwas kleinere – Schlange gesehen. Sie führt zum Duty Free Bereich und auch wenn wir nichts wollen, müssen wir – Genau! Wieder warten.

Dann dürfen wir durch den Duty Free in die Halle, wo wir unsere Koffer abholen wollen.
Doch wir werden erneut aufgehalten. In einem abgesperrten Bereich sind Stühle aufgestellt, wir sollen uns setzen. Und sehen schon, was uns gleich blüht: Ausnahmslos allen Reisenden wird die JamCovid19-App aufs Handy gedrückt. Penibel wird darauf geachtet, dass man sich einloggt, wozu der Code aus der Travelauthorization dient. Natürlich muss man auch die Standortfreigabe auf seinem Handy aktivieren. Ausserdem bekommt man noch erklärt, was man tun muss, sollte man aufgefordert werden, per Video seinen Standort zu verifizieren. Wir sind irritiert, denn laut den Bestimmungen werden zum Zeitpunkt unserer Einreise nur Reisende, die sich privat auf Jamaika aufhalten und/oder die nicht im Corridor Unterkunft haben, während der ersten 14 Tage getracked. Diese müssen sich nämlich in Quarantäne begeben.

 

Aber wir diskutieren nicht, weil wir sehen, dass es dem Geschäftsmann neben uns –  der nur 3 Tage bleiben will – auch nichts bringt. Wir wollen nur raus in die Sonne, bevor sie untergeht. Nachdem wir dann unsere Koffer gefunden und die grüne Linie beim Zoll ohne Vorkommnisse passiert haben, können wir endlich das Flughafengebäude verlassen. Zwei Stunden hat die Prozedur gedauert und wir waren nicht viel langsamer als bei unserer letzten Einreise in Kingston, als wir Club Kingston gebucht hatten, aber trotzdem eine Dreiviertelstunde auf die Koffer warten mussten.

WELCOME TO JAMAICA – ENDLICH ANGEKOMMEN

Wir rufen unseren Fahrer Kemrod an, einen Tourunternehmer aus Ocho Rios, den wir bereits seit 2016 kennen. Ahhh, da steht er schon und winkt uns zu. „Welcome to Jamaica again, mon! Endlich habt ihr es geschafft.“
„Hier, eure Masken.“ – grinst er und überreicht uns zwei Stoffmasken im Jamaika-Design. Rileytours ist natürlich nicht nur vom Jamaican Touristboard lizensiert, sondern auch Covid-19-zertfiziert. Wir waren froh als wir ihn in der Liste auf visitjamaica.com fanden und er war happy, dass wir ihn nicht nur für den Flughafentransfer nach Montego Bay und zurück buchten, sondern auch eine Tour mit ihm verabredet haben. Im Auto gibt’s die ersten, kühlen Red Stripe für uns und als Überraschung hat er sogar Patties besorgt.

Grün schwarz rote Flagge von Jamaika.
Jamaika hat uns wieder … endlich.

In Teil III von „Jamaika-Urlaub trotz Corona“ erfahrt ihr, wie wir in unserem Hotel empfangen wurden und wie sich die Einschränkungen durch die Massnahmen dort auf unseren Entspannungsfaktor auswirkten.

Ihr plant ebenfalls, in nächster Zeit nach Jamaika zu fliegen? Dann sind folgende Beiträge sicher für euch ebenfalls interessant:

EINREISE NACH JAMAIKA 2020 – AKTUELLE INFOS

WISSENSWERTES FÜR JAMAIKA-REISEN IN CORONA-ZEITEN

Bis dahin bleibt gesund und passt gut auf euch auf!

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