JAMAIKA-URLAUB TROTZ CORONA – TEIL EINS – DIE ANREISE


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JAMAIKA-URLAUB TROTZ CORONA – UNSERE ANREISE NACH JAMAIKA

Viele von euch – liebe Mitreisenden – fragen sich, ob es „sicher“ ist, in diesen Zeiten zu fliegen. Ob man überhaupt fliegen SOLLTE. Und dann auch noch den langen Flug nach Jamaika … Lohnt sich das überhaupt? Wir haben uns DAFÜR entschieden und sind im September nach Jamaika aufgebrochen. Unsere Reiseerfahrungen könnt ihr in diesem und den folgenden Teilen von „Jamaika-Urlaub trotz Corona“ nachlesen.

WARUM WIR TROTZ CORONA NACH JAMAIKA WOLLTEN

SEHNSUCHT – Ja, fast schon  <3 Liebeskummer nach Jamaika. Diejenigen unter euch, die ihren Lieblingsurlaubsort bereits gefunden haben, kennen das sicher. Unsere Tour im Mai / Juni haben wir auf unbestimmte Zeit verschieben müssen. Im Mietwagen auf Jamaika unterwegs zu sein – das war und ist leider gerade nicht möglich.

TAPETENWECHSEL – den hatten wir ganz dringend nötig. Ich, weil ich im Frühling fast 3 Monate nur daheim rumsitzen und vom Reisen träumen durfte. Lars, weil er dazu noch die ganze Zeit gerackert hat, unter Anderem auf zwei anspruchsvollen Baustellen. „Urlaub mit Wegfahren“ hatten wir nur eine Woche Ende Mai, um Familie und Freunde in Deutschland zu besuchen.

ERHOLUNGSBEDÜRFNIS – Siehe oben. Natürlich kann man auch an der Ostsee die Beine hochlegen oder nach Kreta ans Meer düsen, wenn man denn unbedingt ans Meer muss. Nun ja – das wollten ja in diesem Sommer gefühlt alle. Also versprachen wir uns mehr davon, den Menschenmassen auszuweichen und dafür eine umständlichere Anreise in Kauf zu nehmen. Und davon erzählen wir euch jetzt:

MIT EASYJET NACH LONDON GATWICK

Früher sind wir meistens mit dem Zug zum Flug am Vorabend nach Frankfurt/Main gefahren und haben dort zwischenübernachtet. Am nächsten Morgen ging es dann mit CONDOR direkt nach Montego Bay. Doch schon bei unserem letzten Flug im November haben wir uns von Basel aus mit Easyjet nach London Gatwick bringen lassen und sind von dort aus mit British Airways nach Kingston geflogen.

Dieses Mal starteten wir von Genf aus, weil Easyjet – wie alle Fluggesellschaften – die Flüge natürlich auf ausgewählte Flughäfen konzentriert. Donnerstag Abend nahmen wir also den Zug nach Genf, haben dort zwischenübernachtet und sind am frühen Freitagmorgen zum Flughafen geshuttelt worden.

Am Aéroport International de Genève werden die aktuell geltenden allgemeinen Corona-Schutzmassnahmen genauso durchgesetzt, wie überall:

  • Generelle Maskenpflicht im Flughafengebäude
  • Abstand ist durch Kennzeichnung am Boden und auf den Sitzmöglichkeiten vorgegeben
  • Sitzmöglichkeiten sind ebenfalls mit Abstandsmarkierungen versehen
  • Desinfektions-Stationen im Flughafengebäude

CHECK-IN UND SICHERHEITSKONTROLLE

Diese liefen ganz normal ab, es gab keine Verzögerungen. Das ist einfach darin begründet, dass momentan auch weniger Flüge/Fluggäste auf einmal abgefertigt werden müssen. Mit Easyjet sind wir schon öfter geflogen. Diese Airline ist für uns „die Nabelschnur“ nach Hause, wenn’s schnell und preiswert gehen soll.

BOARDING

Der Einstieg wurde auf allen Flügen gleich gehandhabt: Es wurden immer nur ein paar Reihen auf einmal aufgerufen und ins Flugzeug gelassen.

An Bord der Flugzeuge ist selbstverständlich auch Maskenpflicht. Sie dürfen nur zum Essen oder Trinken abgenommen werden.

Wobei man immer auf der sicheren Seite ist wenn man medizinische Masken,
wie die OP-Einmal-Masken oder FFP2-Masken benutzt. Siehe Übersicht unten.

Auf manchen Flügen sind sogar generell medizinische Masken vorgegeben, so war es bei unserem Rückflug auf der Strecke Berlin – Basel mit Easyjet.

MASKEN SCHÜTZEN NUR, WENN MAN SIE TRÄGT!!!

Die Flugzeuge ansich waren unterschiedlich voll, den Airlines wird zwar empfohlen, nur 70% der Kapazität auszuschöpfen, aber vorgeschrieben ist ihnen das nicht. Man kann jedoch mit dem Bordpersonal reden, wenn man umgesetzt werden möchte. Sie versuchen dann, nach Verfügbarkeit  eine bessere Lösung zu finden.

ÜBER’N GROSSEN TEICH – MIT BRITISH AIRWAYS
VON LONDON GATWICK NACH KINGSTON

Für Grossbritannien müssen Reisende, auch Transitreisende, 48 Stunden vor der geplanten Ankunft derzeit ein Gesundheits-Formular ausfüllen. Dieses hatten wir natürlich vorbereitet und einmal ausgedruckt und einmal digital bei uns. Abgefragt wurde das Formular bei unserer Ankunft allerdings nicht und wir haben auch nicht mitbekommen, ob irgendwie die Körpertemperatur gecheckt worden ist. Die Passkontrolle erfolgt in Gatwick mehrheitlich elektronisch anhand der biometrischen Daten im Pass. Eigentlich voll easy – schaut es euch in diesem Video an.

Momentan starten und landen am Flughafen in London Gatwick  alle Flüge im Nord-Terminal. Das ist megapraktisch, weil dann der Transfer zum Süd-Terminal wegfällt. Das heisst, man muss u.U. nicht so hetzen, wenn der Anschlussflug knapp getimed ist. Zwei Stunden für den Umstieg sollten sowieso auch an kleineren Airports das Minimum sein. Solltet ihr mit leichtem Gepäck reisen, seid ihr eh schonmal im Vorteil, weil ihr euch das Warten auf euer Gepäck spart. Habt ihr Gepäck zum Einchecken, könnt ihr das meistens erst 3 Stunden vor dem Abflug tun.

 

MyGatwick App


Bevor man uns allerdings in die Schlange vor dem Check-In-Schalter liess, wurde
das Travel Authorization Form – die Reiseerlaubnis für Jamaika – abgefragt. Wer keines hatte, bekam die Gelegenheit, diese noch online einzuholen. Ob die Genehmigung allerdings noch rechtzeitig vor dem Abflug vorliegt, ist wie Russisch Roulette und wir empfehlen diese Art von Nervenkitzel darum keinesfalls.

WARTEN AUFS BOARDING – KEIN PROBLEM IN LONDON GATWICK

Obwohl mittlerweile wohl in jedem Flughafengebäude der Welt die gleichen Corona-Schutzmassnahmen und Regeln gelten, ist uns übrigens besonders in London Gatwick die Sorglosigkeit der meisten Fluggäste aufgefallen. Sie waren weder in der Lage, den Sicherheitsabstand einzuhalten, noch trugen alle die Maske, wie es sein muss. Dazu muss man anmerken, dass zum Zeitpunkt unserer Reise in UK die Abstandsregel mit „Mindestens ein Meter, besser eineinhalb.“ galt.

Lecker frühstücken in allen Varianten kann man im Wagamama im Nord-Terminal am Airport in Gatwick.

Unter normalen Umständen kriegt man in London Gatwick auch längere Wartezeiten, wie bei unserem Rückflug, locker rum. Doch durch die Beschränkung auf nur einen Terminal, sind auch die Möglichkeiten, sich abzulenken natürlich eingeschränkt. Zudem muss man bei den vorhandenen Restaurants damit rechnen, nicht sofort einen Platz zu kriegen. Einige nehmen derzeit nur Karten zur Bezahlung oder bieten Zahlung via Handy an. Immerhin funktioniert das WLAN tadellos.

TIPP: Raucher dürfen das Flughafengebäude verlassen, um zu den ausgewiesenen Raucher-Inseln zu kommen.
Das ist auch für Transitgäste immer noch möglich.
Nach der Sicherheitskontrolle gibt es in London Gatwick KEINE Möglichkeit mehr zum Rauchen.

ALLE MANN AN BORD? AUF NACH KINGSTON!

Auch am Flughafen in Gatwick gab es keine Verzögerungen bei der Sicherheitskontrolle. Nebenbei gemerkt haben wir noch nie einen so gut organisierte Sicherheitscheck erlebt, wie hier.

Endlich ist auf den Infotafeln das Gate für unseren Flug BA2263 von London Gatwick nach Kingston angegeben und es wird geboardet. Nochmals wird der Pass und das Flugticket kontrolliert. An Bord geht es dann wie schon bei Easyjet praktiziert wurde, reihenweise. Das klappt besser, als bei unserem Flug im November letzten Jahres. Man muss bedenken, dass hauptsächlich Jamaikaner oder jamaikanisch stämmige Leute diese Flugroute nutzen. Dieses Mal können wir jedoch tatsächlich pünktlich starten.

BRITISH AIRWAYS – Service an Bord inklusive

Wer uns schon länger folgt, der weiss: Wir waren immer überzeugte CONDOR-Flieger und haben die letzten Male immer Premium Economy gebucht, weil wir den Komfort zu schätzen wussten. Von British Airways kann sich CONDOR allerdings noch ’ne fette Scheibe abschneiden. Bei BA wird dem Fluggast auf Langstrecke der gleiche Service schon in der Economy geboten:

  • Mahlzeiten und Getränke (auch alkoholische)
  • Entertainment und Kopfhörer (Musik, Filme, Serien usw. in versch. Sprachen)
  • Kissen und Decke
  • auf Wunsch Socken, Schlafmaske und Zahnpflege-Set
  • momentan auch eine kleine, verschliessbare Abfalltüte für den sicheren Maskenwechsel und Desinfektionstücher

Im eingebundenen Link könnt ihr euch die Reiseklassen bei British Airways  selbst anschauen. Mahlzeiten und Getränke bedeutet nicht nur die üblichen 2 Mahlzeiten, sondern auch zwischendurch Snacks wie Brezeln oder Kuchen/Kekse und öfter Getränke.

Wer diesen Service nicht gewohnt ist, der wird auch in Corona-Zeiten mit eingeschränktem Bordservice nichts vermissen. Es ist jetzt einfach so, dass das Kabinenpersonal nicht mehr ständig mit dem Wagen voller Auswahl kommt, sondern zwischendurch mit dem Tablett O-Saft und Wasser anbietet.

An der professionellen Freundlichkeit bei CONDOR hatten wir ja nie etwas auszusetzen. Die Flugbegleiter von BRITISH AIRWAYS hingegen kann man fast durchweg mit „richtig gut drauf“ beschreiben.

Jetzt besonders wichtig ist auch die Hygiene in den Toiletten an Bord. Auch hier ist uns schon beim ersten Flug aufgefallen, dass bei BA die WCs jederzeit vom Start bis zur Landung tadellos sauber sind.

  • TIPP: BA2263 und der Rückflug BA2262 werden normalerweise mit einer Boeing 777 durchgeführt.
    Diese hat in den hinteren drei Reihen jeweils aussen nur noch 2er Sitze mit etwas mehr Beinfreiheit für den Sitz am Gang.
    Für Langbeine lohnt sich also eine extra Sitzplatz-Reservierung.


SO liess sich auch dieses Mal die Flugzeit von knapp 10 Stunden recht nett verbringen und wir landeten halbwegs ausgeruht, pünktlich und vor allem sicher wieder einmal in Jamaikas Hauptstadt.

Im nächsten Teil von „Jamaika-Urlaub trotz Corona“ erzählen wir euch alles über unsere Erfahrungen mit der Umsetzung der Corona-Massnahmen am Flughafen in Kingston und was für den Gesundheits-Check wichtig ist.

Bis dahin bleibt gesund und passt gut auf euch auf!

Unsere Live-Berichte und Bilder von unserem letzten Jamaika-Aufenthalt findet ihr auch auf:

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