7 x 2 erprobte Tipps für Jamaika im Mietwagen


Autofahren ist ansich schon tricky auf Jamaika und das nicht nur des Linksverkehrs wegen. Damit ihr euch mental darauf vorbereiten könnt, gibt es von uns 7 x 2 Tipps für Jamaika-Reisende im Mietwagen, die uns nützlich erscheinen, weil wir sie selbst erprobt und erfahren haben:

1. Spart nicht beim Komfort!

Es lohnt sich wirklich, etwas mehr in einen anständigen Mietwagen mit einem umfassenden Versicherungspaket, null Selbstbeteiligung und Pannenhilfe zu investieren. Wir waren oft froh, einen Toyota RAV 4 unterm Hintern zu haben, besonders in den Bergen. Auch die Klimaanlage war sehr angenehm. Checkt unbedingt das Ersatzrad, denn die Gefahr, dass ihr es brauchen werdet, ist hoch, denn die Schlaglöcher sind tief und Müll reichlich auf den Strassen Jamaikas.

Plant Genug Zeit ein!

Besser, ihr plant die Fahrzeiten nicht zu optimistisch, gerade wenn ihr das erste Mal mit dem Auto auf Jamaika unterwegs seid. Die Strassenverhältnisse, das ungewohnte Linksfahren, die Fahrweise der Jamaikaner, lebendige Verkehrshindernisse- das alles ist gewöhnungsbedürftig. Ebenso können unerwartet unpassierbare Strassen für erhebliche Umwege sorgen.

2. Nutzt mehrere Navigationsmittel!

Verlasst euch nicht nur auf ein Navigationsmittel. Die meisten Karten, die man daheim kaufen kann, sind nicht aktuell. Das Navi findet nicht immer alles, die GPS-Daten auf Buchungsplattformen sind oft unzuverlässig und es gibt gerade auf dem Land kaum Ortschilder. Zusätzlich ist es nützlich, sich schon daheim Offlinekarten aufs Smartphone zu laden.

Achtet auf die Dinge am Wegesrand!

Merkt euch markante Gebäude, Bäume, Wandmalereien, Geländepunkte usw. , sie dienen oft als Wegmarkierungen und finden sich in den Beschreibungen der Leute wieder, die ihr nach dem Weg fragt. Auch Schilder an Kirchen oder Schulen können verraten, wo man sich gerade befindet. Seid aufmerksam!

3. Seid rechtzeitig am Zielort!

Wann immer ihr könnt- versucht vor Sonnenuntergang in einer neuen Unterkunft zu sein. Es erspart euch unsichere Irrfahrten im Dunkeln durch unwegsames Gelände.

Vermeidet wenn möglich Nachtfahrten!

Aus den schon in den obigen Tipps genannten Gründen würden wir auch nicht unbedingt dazu raten, nachts zu fahren. Es sei denn, ihr kennt die Strecke wirklich wie eure Hosentasche.

4. Sorgt unterwegs für Stromversorgung!

Extrem sinnvoll ist ein Doppel- USB- Adapter für den Zigarettenanzünder, oder ein leistungsfähiges Powerbank. Man kann dann gleichzeitig das Navi mit Strom versorgen und ein Handy o.ä. laden.

Steht nicht auf dem Trockenen!

Tankt nicht erst „kurz vor knapp“, gerade, wenn ihr in ländlichen Gegenden unterwegs seid und die Tankstellendichte abnimmt. Es ist bestimmt nicht lustig, ohne Benzin in der Hitze stehen zu bleiben oder wenn es auf die Dämmerung zugeht. Je nach Lage der Tankstelle kostete ein Liter Benzin 140-150 JMD (02/2017).

5. Wiegt euch nicht in Sicherheit!

Schliesst euer Auto, wenn ihr aussteigt immer ab und achtet auch auf geschlossene Fenster. Selbst wenn ihr glaubt, es wäre niemand da, ausser euch.

Zeigt nicht alles, was ihr habt!

Was ausserhalb von geschlossenen Motorfahrzeugen gilt, gilt genauso drinnen:
Stellt im verschlossenen, unbeaufsichtigten Auto keine Besitztümer zur Schau. Schon eine Tasche im Fussraum kann interessant wirken.

6. My car is my castle!

Darum haben wir das Auto auch meist von innen verriegelt.
Die meisten Leute, die wir auf Jamaika kennen, raten dazu.

Schnallt euch an!

Auch wenn ihr es seltener sehen werdet, dass Jamaikaner angeschnallt sind: TUT ES!
Erstens ist es auch auf Jamaika Gesetz und zweitens ist es bei den schon erwähnten Verhältnissen einfach sicherer für euer Leib und Leben. Ausserdem wollt ihr euch bei einer Verkehrskontrolle ja nicht um 2500 JMD (Gleaner- 2013) erleichtern lassen, oder?

7. Parkt mit „Feingefühl“!

Die Parkplatzsuche auf Jamaika kann es besonders in den Städten in sich haben. Entweder man nimmt einen Obolus in Kauf und parkt auf einem bewachten Parkplatz. Oder man macht es wie die Jamaikaner und stellt sich auf eigenes Risiko einfach irgendwo hin.

Nutzt zum Kurzparken „alternative Parkgelegenheiten“!

Ebenfalls auf eigenes Risiko, aber eine Möglichkeit: Lasst euer Auto auf dem Supermarktparkplatz oder an der Tankstelle stehen, wo ihr grade wart und geht von dort aus eure anderen Besorgungen machen. Fragt das Tankstellenpersonal höflich, ob es möglich ist, kurz das Auto stehen zu lassen und denkt an ein kleines Trinkgeld bei eurer Rückankunft. Das ist sinnvoll, wenn ihr diese Parkgelegenheiten öfter nutzen wollt.

Unser Mietwagen, den wir bei AVIS auf deren Internetseite reserviert hatten, war als solcher übrigens nicht zu erkennen. Die Abwicklung der Anmietung, die Abgabe und die Bezahlung an der Station am Flughafen in MoBay gingen alles in allem reibungslos vonstatten.

Eine Zusammenfassung unserer Erfahrungen zum Thema könnt ihr auch im Beitrag A wie Autofahren auf Jamaika nachlesen. Wie wir unsere Touren im Mietwagen planen, erzählen wir euch demnächst in
„Vorbereitungen für unsere Jamaika-Rundreise im Mietwagen“.

Wir wünschen euch allzeit eine gute und entspannte Fahrt auf Jamaika!

Kategorien:TIPPs, TRICKs & HACKSSchlagwörter:, , , , , , , , ,

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