H wie HO(S)TELS im NORDEN Jamaikas


 RUNAWAY BAY- SALEM

HOUSE ERABO
Das House Erabo wird von Elke Macdonald geführt, die mit ihrer jahrzehntelangen Jamaikaerfahrung eine Institution auf der Insel ist. Sie selbst lebt im oberen Bereich des Hauses.  Die Lage an der Hauptstrasse bietet eine gute verkehrstechnische Anbindung. Am hauseigenen kleinen Strand hat man die Gelegenheit, sich direkt am karibischen Meer zu erholen, ohne einen Fuss vom gepflegten Gelände zu setzen.

Auf der Terrasse mit Meerblick kann man sich auf bereitgestellten Liegestühlen sonnen oder Mahlzeiten im Freien zu sich nehmen. Trotz der prominenten Lage fühlten wir uns dank der beiden vierbeinigen Wächter Bruno und Luna sehr sicher und wohl. Auf dem Anwesen gibt es noch einen Pavillon mit zwei Hängematten, der ebenfalls gemeinsam genutzt werden kann.

Elke Mcdonald Guesthouse

Drei Nächte durften wir Elkes unaufdringliche Gastfreundschaft und die tolle Lage und Ausstattung ihrer Unterkunft in einem Doppelzimmer für 35 €uro/Nacht geniessen, in dem auch drei Personen Platz hätten. Im zum Zimmer gehörenden Badezimmer gibt es eine Dusche mit warmen Wasser UND eine Wanne, alles ist sauber. Hand- und Duschtücher gehören ebenfalls zum Standard im Haus Erabo. Im Haus gibt es mehrere Zimmer, jeweils mit eigenem Bad, ein gemütliches, grosses, gemeinsam genutztes Wohnzimmer und eine gemeinsame Küche. Die Ausstattung der Küche mit Gasherd und Kühlschrank lässt kaum einen Wunsch offen und ist perfekt für Selbstversorger. Wer nicht selbst kochen möchte, findet direkt in der Nähe lokale Cookshops, Restaurants und Bars, auch Supermärkte sind nahebei.

Elke ist, wie man uns schon prophezeit hatte, eine grossartige Gastgeberin und ihr House Erabo ist eine der besten Unterkünfte, die wir je auf Jamaika hatten. Services wie angebotene Touren haben wir nicht genutzt, weil wir uns selbst organisiert hatten.

Wir haben uns auch so absolut wohl gefühlt und so steht auch das Erabo auf unserer «Weiterempfehlungs-Liste».

ROYAL DECAMERON CLUB CARIBBEAN
Das Royal Decameron Club Carribbean, welches sich ca 1,5-2 Std. entfernt von Montego Bay im Norden der Insel befindet, ist ein wirklich hübsches Hotelresort im Bungalowstil. Günstig gelegen für Ausflüge an viele sehenswerte Plätze auf der Insel. Die schöne grüne und gepflegte All-inclusive- Anlage ist recht weitläufig und die Zimmer befinden sich meist in schnuckeligen, weissen, luftigen Bungalows im karibischen Stil, wobei ein Bungalow gleich ein Doppelzimmer ist. Es gibt allerdings auch ein Gebäude mit geräumigen Suiten und am Rand der Anlage mehrere «Courtyard-Zimmer», die nicht ganz so komfortabel sein sollen, wie die Bungalows, die wir bevorzugen. Als wir das zweite Mal dort waren, bot man uns ein kostenloses Upgrade auf eine Suite an, die wir dankend annahmen, denn wir waren zu dritt. Alle Unterkunftskategorien waren stets sauber, leider war die Suite, wegen des innenliegenden und somit fensterlosen Bades, ein wenig muffig. Allerdings wird im RDCC ständig renoviert, so dass dieser Umstand heute möglicherweise bereits behoben ist.

Royal Decameron Club Caribbean Salem Runaway Bay Jamaika

Mehrere kleine weichsandige Badebuchten mit Wassersportmöglichkeiten laden zum Sonnen und Baden ein, es gibt immer genug Sonnnenliegen und Schattenplätze. Ein Strandvolleyballfeld für Jedermann offen, sowie ein Tennisplatz (gegen Gebühr), bieten Gelegenheit zu Sport und Spass mit anderen Gästen. Es gibt einen allgemeinen und einen «Ruhe»-Pool, welche nützlich sind, wenn die Windfahne „Rot“ zeigt. Das Animationsteam ist locker und unaufdringlich, das restliche Personal einfach top. Das Abendprogramm ist abwechslungsreich und wirkt professionell. Man fühlt sich wie zu Hause. Das RDCC hat mehrere Bars, die gestaffelt geöffnet sind, die letzte in der Disco schliesst um 2 Uhr nachts. Man hat die Wahl zwischen dem Buffetrestaurant und 2 ebenfalls inklusiven A-la-Carte-Themen-Restaurants. Das Essen ist vielfältig und gut und man könnte wirklich den ganzen Tag um sich rum fressen und saufen. Letzteres tun erschreckend Viele. Unser Highlight beim Frühstück ist die Egg-Action-Station, wo man sich (s)ein/e Eier nach Wunsch zubereiten lassen kann. Man hat die Wahl zwischen gespiegelten, gerührten und veromelettierten Eiern mit verschiedenen Zugaben wie Schinken, Gemüse u.v.m.

Slideshow mit Fotos von J.G. Peddie- Facebook: Royal Decameron Club Caribbean Runaway Bay – Jamaica

Wir waren hier 3x, bevor wir uns eigenständig über die Insel bewegten und fanden es nicht nur beim ersten Mal toll. Auch unsere Begleiter, die wir beim 2. und 3. Mal hatten, schwärmen immernoch vom Royal Decameron Club Carribbean, welches wir All-Inclusive-Fans wirklich empfehlen können.

MONTEGO BAY

CASTLE VUE BED & BREAKFAST
Geschafft vom langen Flug wollten wir uns nicht sofort in einen Mietwagen setzen, schon gar nicht in einem Land, wo Linksverkehr herrscht und man sich erstmal an das Temperament der anderen Verkehrsteilnehmer gewöhnen muss. Also liessen wir uns von Lawrence, dem Betreiber und Besitzer des « Castle Vue» gegen einen kleinen Obolus mit seinem PickUp abholen. Es dauerte auch nicht lange und wir waren in der ruhigen Wohngegend im «Mango Walk» angekommen, wo sich das gepflegte Anwesen und das Haus befindet, in dem auch Lawrence und seine reizende Frau Darleene leben und mehrere Gästezimmer mit eigenen Badezimmern inklusive Frühstück vermieten. Einige der super-sauberen Zimmer haben sogar Meerblick. Auch von der rückwärtigen Gemeinschaftsterrasse hat man eine tolle Aussicht auf das Meer, wohin man allerdings gut 10 Minuten mit dem Auto braucht. Lawrence ruft gern ein Taxi, auch in die Stadt.

Castle Vue B&B in Montego Bay

Unser «Standard- Doppelzimmer» für eine Nacht war gross, mit 2 riesigen Doppelbetten und einem grossen Deckenventilator. Das Badezimmer im 80s-Style hatte eine geräumige Dusche, aus der manchmal sogar warmes Wasser kam, was auf Jamaika nicht selbstverständlich ist. Für die erste Nacht waren wir schon sehr zufrieden. Am Ende unserer Reise verbrachten wir nochmal 2 Nächte dort und hatten ein noch komfortableres Zimmer.  Der Gemeinschaftsbereich ist zwischen den Zimmern in der oberen Etage zentral gelegen und da nach unten hin alles offen ist, kann es nachts sehr unruhig werden. Besonders, wenn wie zu unserer Zeit eine Jamaikanische Grossfamilie Domino spielt und dabei fröhlich grölend die Steine auf den Tisch knallt.

Dafür wurden wir, wie jeden Tag im Castle Vue, durch das beste Frühstück Jamaikas entschädigt. Der üppig gedeckte Tisch vom ersten Morgen mit Ackee and Saltfish, Breadfruit, Jamaican Apples, Orangen und Festival sucht ausserhalb der AI-Hotels seinesgleichen. Darleene und ihre Küchenhilfe haben jeden Tag ein anderes jamaikatypisches Frühstück gezaubert. So gab es an anderen Tagen Callallo mit Saltfisch, Saltfish Fritters (so eine Art Fischpuffer), Porridge und immer Früchte dazu und reichlich Kaffee oder Tee. Manchmal, wenn sonst niemand anderer zu Gast ist, hat man Gelegenheit, mit Darleene und Lawrence gemeinsam zu frühstücken. Man fühlt sich einfach herzlich willkommen. Darleene und Lawrence sind liebenswerte Menschen um die 60, mit denen man sich gut unterhalten kann. Lawrence macht vieles Handwerkliche im Guesthouse noch gerne selbst, er ist leidenschaftlicher Marathonläufer und man merkt an der Art, wie er das Guesthouse führt, dass er lange Zeit in Amerika gelebt und gearbeitet hat.

Wir haben uns in dieser «Luxusherberge» sehr wohl gefühlt und sie für den nächsten Trip schon als Start/Ziel vorgemerkt. Dafür gibt es von uns ein «unbedingt empfehlenswert».

BOSCOBEL

TINA’S GUESTHOUSE
Tina’s Guesthouse war unsere zweite Unterkunft auf unserer Reise. Wir finden ja, „Guesthouse“ klingt sooo gastfreundlich und das waren Beverly und Michael, ihre Tochter Aisha und die Housekeeperin Annett auch, die ihr Wohnhaus mit ihren Gästen teilen. Sogar der Hund Blacks, die Katze Hänsel (Gebrüder Grimm lassen grüssen) und ein noch namenloser Hundewelpe (wir voteten für Gretel oder Chocolate als Namen) küssen Gästen nicht nur die Füsse.

Wir hatten wieder ein Doppelzimmer mit einem gemütlichen Bett, welches ausreichend gross für uns Beide war und einen Ventilator. Ausserdem ein eigenes, sauberes Badezimmer mit WC und Dusche, auch hier gab es auf Anfrage auch warmes Wasser. Eine Dachterrasse mit Meerblick und Sonnenuntergangsaussicht entschädigte für den nächtlichen Strassensound, der doch von der Hauptstrasse herüberschallte und die mit Polyesterwatte gefüllten Kissen (die besonders Dörthe hasst). Man hörte die Trucks kräftig hupen und den Motorsound im niedrigen Gang am Berg. 

Tinas Guesthouse Oracabessa

Frühstück konnte man für den nächsten Tag jeweils vorbestellen, auch Abendessen konnte man morgens für den selben Abend anfragen. Da wir Letzteres anfangs nicht wussten, haben wir es nur ein-zweimal genutzt. Auch in Tina’s Guesthouse wurde uns typisch jamaikanische Kost kredenzt. Kaffee gab es nicht, er ist ja eigentlich Luxus und unsere Einladung auf eine Tasse Selbstgebrühten aus dem mitgebrachten Coffeemaker wurde gern angenommen. Beverly kennt sich noch gut aus mit Kräutern und Heilpflanzen, so haben wir einmal sogar einen Kräutertee mit Beinwell probieren dürfen. Aber auch auf Jamaika scheinen die Kräuterkundigen immer weniger zu werden, wie uns Beverly klagte. Ihre 16jährige Tochter interessiere sich nur für ihr Handy. Logisch hat das Tina’s auch W-LAN.

Insgesamt hatten wir einen sehr nahen Eindruck vom Leben und Schaffen einer jamaikanischen Mittelschicht-Familie. Beverly verdient mit dem Verkauf von Armbändern, die sie selbst knüpft, das Schulgeld für Aisha. Michael, der sogar schon eine Weile in Nürnberg gelebt hat, verdient als Reggae-Künstler ‚Michael Fabulous‘ wahrscheinlich nicht mal so schlecht seine Brötchen. Trotzdem sind die Beiden sympathisch und auf dem Boden geblieben, das Guesthouse führen sie für Beverlys Tante JusTina, die in den USA lebt.

Auch diese Unterkunft ist wegen der Annehmlichkeiten und dem Family-Feeling
einer unserer Top-Favoriten.

PORT MARIA

BUSCHMAN HOMESTAY
Die Deutsche Heike Dombrowski-Collins hat dieses persönliche, familiäre Guesthouse aufgebaut, in dem sie zwei Doppelzimmer mit Gemeinschaftsbad vermietet werden. Wir lernten die warmherzige und offene Heike, die 17 Jahre auf Jamaika lebte, bei einem tollen Ausflug kennen, den sie uns spontan vermittelt hatte. Das Buschman Homestay ist in Strandnähe und verkehrstechnisch sehr gut mit einer schönen Aussicht auf Port Maria gelegen. Die hübschen, liebevoll im karibischen Stil eingerichteten sauberen Zimmer lassen keinen Komfort vermissen. Es gibt einen Kühlschrank, Ventilator und Moskitonetze im Zimmer sowie W-LAN. Eine Waschmaschine ist auch vorhanden, die mitgenutzt werden kann. Es gibt Warmwasser, Handtücher sind inklusive. Von der chillig eingerichteten Terrasse hat man einen tollen Meerblick und kann das Treiben auf der angrenzenden Strasse verfolgen. Die liebebedürftige Hunde und Katzen, holen sich liebend gerne Streicheleinheiten ab.

BHS

Auf Wunsch bereitet Heike ein leckeres Frühstück und andere Mahlzeiten zu und kocht einen guten Kaffee in dessen Genuss auch wir bei unserem Kurzbesuch im Buschman Homestay kamen. Man sollte unbedingt die Möglichkeit nutzen, bei Heike frisch gefangenen Fisch und andere jamaikanisch zubereitete Gerichte zu geniessen. Heike kennt tolle, noch nicht von Touristen überlaufene Plätze in der Gegend und tut wirklich alles, um Gästen eine intensive Jamaika-Erfahrung zu bieten.

Sollten uns unsere Wege wieder in die Gegend um Port Maria führen, werden wir sicher im Buschman Homestay einchecken und empfehlen dies auch euch.

 

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