F wie Früchte auf Jamaika von A-Z


Die Vielfalt an Obst und Gemüse ist gross auf Jamaika und viele von ihnen sind aufgrund ihrer inhaltsstoffe schon von Natur aus echtes „Superfood“. Wir haben hier einige der Obstsorten zusammengetragen, die es auf Jamaika gibt und die uns besonders erklärenswert erschienen oder mit denen wir persönlich schon Erfahrungen gemacht haben.

A wie ANANAS
Das süsse Früchtchen kennt man hierzulande ja schon lange, allerdings bekommt man in unseren Supermärkten meist die grosskalibrigen Sorten, die grün geerntet werden und während der Reise zu uns reifen sollen. Die Jamaikanische Ananas ist kleiner, darf bis zur Reife Sonne tanken und so schmeckt sie auch. Was aber ist noch so bemerkenswert an Ananas, dass wir uns ausführlich einem Obst widmen, das man ja schon kennt? Die Ananas kommt im jamaikanischen Landeswappen vor, überall auf der Insel sieht man sie, z.B. als Verzierung an Torpfosten und das nicht ohne Grund. Denn schon die Ureinwohner Jamaikas, die Tainos sorgten für ihre Verbreitung von Südamerika aus bis in die Karibik. Südamerika? Karibik? Aber die Heimat der Ananas ist doch Hawaii? Eben nicht, denn dorthin hat sie erst Kolumbus verschleppt, der wahrscheinlich auch für die restliche Verbreitung sorgte. Ist doch die Ananas eine gute Quelle für Mangan, Vitamin C, Vitamin B1, Kupfer und Ballaststoffe sowie Vitamin B6 und somit ein gutes Mittel gegen die Mangelerscheinungen, mit denen die Seemänner früher so zu kämpfen hatten. Also baute man sie überall da an, wo sie gedieh und man so Vitaminnachschub laden konnte.

B wie BANANEN
BANANEN findet man auf Jamaika in fast jedem Garten, die kleinfrüchtigen Sorten sind besonders aromatisch. Sie werden oft an Strassenständen verkauft. Der kommerzielle Anbau von Bananen begann in Portland. Die ersten Jamaikanischen Bananen wurden gegen Ende des 18. Jahrhunderts von Port Antonio nach Amerika exportiert. Bis in etwa zum II. Weltkrieg war Jamaika ein bedeutender Bananenexporteur, vorwiegend wurde die Sorte „Gros Michel“ auf ehemaligen Zuckerrohrplantagen angebaut, als der Zuckerexport an Bedeutung verlor. Allerdings konnte auch der Bananenexport bisher seine Erfolge der 1930er Jahre nicht wieder aufholen, da Pilzerkrankungen und Wirbelstürme ganze Ernten vernichteten. „Come, Mister tally man, tally me banana…“

C wie Cacao, Coconut und CERASSEE
Die CERASSEE, mit der wir auf Jamaika noch keine Berührung hatten, ist ein Melonengewächs und wird auch Bittergurke genannt. Sie wächst ähnlich unseren heimischen Gurken und Zucchinis am Boden, auch die Blätter sind ähnlich. Die Frucht ist länglich- oval, an den Enden zugespitzt und die Schale knubbelig. Cerassee wird grün geerntet, reif ist sie gelb. Der Geschmack wird als bitter beschrieben, die Cerassee wird auf Jamaika gern zu Aufgüssen verwendet die, getrunken, sogar Krebserkrankungen vorbeugen sollen.

 

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D wie DUPPY SOURSOP
Die DUPPY SOURSOP oder auch Noni wächst gewöhnlich auf kleinen Bäumen in der Nähe des Meeres. Die Frucht ist anfangs grün, wird aber nach der Reifung weiß oder blassgelb. Der Geruch wird mit faulig beschrieben die Früchte sollen bitter schmecken.

G wie Guinep und GUAVA
GUAVA ist der Name, den die Tainos dieser grünlich-gelben, rundlich- bis birnenförmigen Beerenfrucht gaben, deren reifer Geruch als typisch exotisch und sehr intensiv beschrieben wird. Das Fruchtfleisch variiert von cremegelb bis pink. Wenn sie reif ist kann man sie roh essen, sie schmeckt säuerlich süss und wird gern für die Herstellung von Säften genutzt.

J wie JUNEPLUM, JACK FRUIT und JAMAICA CHERRY
JUNEPLUM  die Goldpflaume. Auch dieses süsssäuerliche Früchtchen brachte Captain Bligh aus Hawaii nach Jamaika. Die Juneplum ist ein schnell wachsender Baum, der bis zu 12 m hoch werden kann. Wenn die Pflaumen vollständig reif und dann goldgelb sind, fallen sie vom Baum und sind leicht zu ernten. Die unreifen Früchte können zu Gelees, Marmeladen, Chutneys oder Saucen verarbeitet werden. Der Saft ist sehr erfrischend und wird gern mit anderen Fruchtsäften gemischt.

Die JACKFRUIT  ist die grösste Baumfrucht der Welt, sie kann bis zu 50 kg schwer werden. Die zylindrig- runden, grün-gelb genoppten und rauhschaligen Früchte wachsen direkt am Stamm. Das Fruchtfleisch ist reif gelb und soll wie Papaya, Mango uns Ananas zusammen schmecken. Überreife Früchte verströmen einen aasähnlichen Geruch. Unreife Jackfruit erobern die Küchen Europas als veganer Fleischersatz, unreif ist die Frucht recht neutral und kann gerieben wie Hackfleisch verarbeitet werden.

JAMAIKAKIRSCHEN sind nicht im üblichen Sinne die Steinfrüchte,
wie wir sie hierzulande kennen. Sie wachsen an einem immergrünen Strauch, den man auch als Baum ziehen kann. Die Pflanze zeigt dunkelgrüne, an der Oberseite leicht behaarte Blätter, mit unregelmäßig gesägten Rändern. Die Jamaicacherry ist eine hell- bis leuchtendrote, etwa 1,5 cm große Frucht, sie schmeckt süß-saftig, ein wenig säuerlich und nach Feige. Gerne wird sie zu Saft verarbeitet und auch ihre Blätter können zur Teeherstellung verwendet werden.

M wie MANGO, Mandeln und MAMMEE APPLE
MANGOS gibt es auf Jamaika ca 70 Sorten, von denen die meisten zwischen Juni und August Hochsaison haben, aber man bekommt zuweilen das ganze Jahr über Mangos. Je nach Sorte kann das Fruchtfleisch mehr oder weniger faserig sein. Der intensiv-aromatische leicht harzige Geschmack ist bei Vielen hoch geschätzt. Eine reife Mango, direkt auf Jamaika gekauft schmeckt ganz anders, als die in unseren Supermärkten, die zuwenig Sonne und zuviel Flugzeug gesehen haben.

Die MAMMEE ist ein Kind der Karibik und ausnahmsweise nicht, wie so vieles, von Kolumbus oder Blight auf die Insel gebracht worden. Der «Mammiapfel» ist eigentlich eine runde Beere, die bis zu 20 cm Durchmesser erreichen kann. Die Mammees, die wir probieren durften, waren ca 7 cm gross. Die bräunliche Schale ist rauh und relativ dick. Das orangefarbene bis goldgelbe Fruchtfleisch ist weich und sehr saftig armomatisch und erinnert an Aprikosen und Mangos.

N wie NISBERRY (auch Naseberry oder Neeseberry)
Die NISBERRY gleicht im Geschmack wie die Mammee, ist aber kleiner. Ähnlich dem, was man hier als «Mispeln» kaufen kann.

O- wie Orange, Ortanique und OTAHAITI APPLE
Der OTAHAITI APPLE stammt ursprünglich wahrscheinlich aus Südostasien und verbreitete sich auch in der Südsee und Karibik. Dieses birnenförmige, hell- bis dunkelrote Obst wurde von Captain William Blight zusammen mit der Breadfruit von Tahiti nach Jamaika gebracht und erfreut sich dort so hoher Beliebtheit, dass es auch «Jamaican Apple» genannt wird. Kein Wunder, denn sie hat einen hohen Wasseranteil und schmeckt je nach Reife säuerlich bis süsslich- erfrischend. Je dunkelroter, desto reifer und süsser sind sie.

P wie Passionsfrucht und PAPAYA
Die jamaikanische PAPAYA, oder wie die Jamaikaner sie nennen “Pawpaw”, ist einheimisch in der Karibik und Mittelamerika. Sie wächst am Stamm einer hohen baumartigen Pflanze, die nur auf der Krone Blätter trägt . Diese vielseitige Frucht ist auf der ganzen Welt bekannt. Die jamaikanische Papaya kann in vielerlei Hinsicht genossen werden, was zu ihrer Popularität beiträgt. Wenn die die Frucht ganz reif ist, strömt sie einen charakteristischen süsslich-fast harzigen Geruch aus und entfaltet ihren süßen, milden Geschmack, der vage an Pfirsich erinnert. In diesem Stadium ist die Papaya weich und die Haut wird bernstein- bis orangefarben. Papaya kann man roh einfach auslöffeln, nachdem man die Kerne entfernt hat und für Desserts verwenden. Grüne Papayas kommen in Jamaikas Küchen ebenso als Salat oder auch in Eintöpfen und Currys zum Einsatz. Die scharfen Kerne kann man übrigens trocknen und ganz oder zerstossen als Gewürz und Zartmacher für Fleisch verwenden. Und -meine Damen- Papaya gilt als absoluter Fatburner und ist auch eine tolle fruchtige Ergänzung für kohlenhydratreduzierte Ernährungsformen.

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S wie Sternfrucht, STARAPPLE, SWEETSOP (Cherimoya) und SOURSOP
STARAPPLE- der Sternapfel ist violett oder lila- glänzend, manchmal grün und etwa tennisballgross. Das weiße, milchige Fleischt ist süß und wird roh gegessen. Starapple ist wirklich sehr lecker, hinterlässt aber ein pelziges Gefühl auf Lippen und Zunge. Isst man ihn aus der Hand, gibt es einen klebrigen Rückstand um den Mund herum, was man vermeiden kann, wenn man sich vorher gründlich die Schnute ölt.

SOURSOP- Besonders einladend sind weder der Name noch die äussere stachelig anmutende Erscheinung dieser unregelmässig herzförmigen und druckempfindlichen Frucht, welche bis zu 4 kg schwer werden kann. Hätten wir nicht auf einem Markt in Black River nachgefragt, was das ist, hätten wir auch nie erfahren, dass der Name wahrscheinlich eine Schutzbehauptung ist. Soursop ist nämlich gar nicht so sauer. Das Fruchtfleisch ist hell, weich, cremig und aprikosig- bananig- mangoartig-süss-säuerlich. Soursop wird zu Desserts und Säften verarbeitet oder einfach so gegessen- wobei einzig und allein die vielen braunen etwa bohnengrossen Kerne stören.

SWEETSOP – sie macht ihrem Namen alle Ehre, das cremeweisse Innere schmeckt süss und saftig, ein wenig aprikosig. Man kennt sie in europäischen Supermärkten auch als Cherimoya (Zimtapfel). Wie die Soursop hat auch sie viele braune Kerne,
die beim Essen einfach ausgespuckt werden.

T wie Tangerine und TAMARINDE
TAMARINDE als Obst oder Gemüse einzuordnen ist nicht einfach. Botanisch gesehen ist es eine Hülsenfrucht. Aber das ist die Erdnuss ja auch. Vermutlich stammt die Tamarinde aus Afrika. Tamarinden wachsen auf Bäumen und sehen aus wie vertrocknete, braune Erbsenschoten. Das klebrige, dattelartige Fruchtfleisch schützt die kleinen braunen Samen, schmeckt süß-säuerlich und angenehm fruchtig. Auf Jamaika wird hauptsächlich das Fruchtmark genutzt, um daraus die beliebten «Tamarind Balls» herzustellen. Tamarindenmark hat übrigens abführende Wirkung.

U wie UGLI (Uniq)
UGLI ist weder besonders hübsch, noch besonders hässlich und so mancher von euch kennt diese Kreuzung zwischen Mandarine, Grapefruit und Pampelmuse vielleicht schon aus der heimischen Obstabteilung. Das Besondere an der Ugli ist, dass sie anscheinend auf Jamaika schon am Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckt wurde. Die gelblich-orange, manchmal auch zart grün gesprenkelte Frucht ist ähnlich geformt wie eine Grapefruit und schmeckt wie erwartet, süss-saftig und leicht grapefruitig und ist so gut wie kernlos.

W wie WASSERMELONE
WASSERMELONEN sollten ja auf Jamaika wachsen wie Unkraut, meint man. Ist aber nicht so. Es gibt wohl im Süden ein paar Anbaugebiete, dort werden sie dann auch am Strassenrand feil geboten. Entsprechend teuer sind Wassermelonen, wenn sie auf Märkten in Touristenzentren angeboten werden. Für eine ca 2 Kilo schwere Melone haben wir auf dem Markt in Black River ca 7 Euro bezahlt.

X,Y, Z wie Zitronen und ZUCKERROHR
ZUCKERROHR, welches eigentlich botanisch ein Gras ist, haben wir wegen des süssen Geschmacks bei Obst zugeordnet. Der Zuckerrohr- Anbau auf Jamaika hat eine lange Tradition, das erste Zuckerrohr kam bereits Mitte des 16. Jahrhunderts mit den Sklaven auf die Insel. Aus Zuckerrohr kann man Zucker und Rum machen, oder man knabbert es geschält einfach roh. Wobei knabbern nicht ganz zutrifft, weil man eher darauf herumkaut und den Saft dabei auslutscht.

Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wir sind sehr dankbar über Vervollständigung dieser Sammlung.
G wie Gemüse von A-Z <<< gibt’s da.

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