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Individuelle Ausflüge in Jamaika – Was Du vor dem Buchen wissen solltest

Tipps für individuelle Ausflüge in Jamaika.
Lesezeit: 10 Minuten

Was du über Individuelle Ausflüge in Jamaika wissen solltest

Individuelle Ausflüge in Jamaika stehen auf der Wunschliste der meisten Jamaikabesucher ganz oben. Sie wollen natürlich „Land und Leute“ kennenlernen und „bloss keine Nullachtfuffzehn-Tour“. Am liebsten „ganz privat“, ohne Gruppenzwang und abgestimmt auf ihre Interessen, Wünsche und Tempo. Und sehr wichtig: Kosten darf es natürlich auch nicht viel.

Viele Reisende recherchieren vorher Preise für Touren in Jamaika und sind ganz überrascht, dass „alles so überzogen teuer“ zu sein scheint. „Schliesslich ist Jamaika ja ein Dritte-Welt-Land und da erwartet man, dass automatisch alles billig ist“. Spätestens, wenn man einen Supermarkt in Montego Bay, Negril oder Kingston mal von innen gesehen hat, begreift man, dass dem nicht so ist. 

Ausflüge in Jamaika: Entdecke die Möglichkeiten

Doch bevor wir zu den Kosten für individuelle Ausflüge in Jamaika kommen, klamüsern wir auseinander, welche Möglichkeiten es für Ausflüge überhaupt auf der Insel gibt und klären dich über die Grundvoraussetzungen auf:

Die „Offiziellen“- Basiswissen über das Ding mit den Lizenzen

Jeder, der in Jamaika Personen zum Zwecke des Broterwerbs transportiert, muss eine Lizenz zur gewerblichen Personenbeförderung und den entsprechenden Versicherungsschutz nachweisen können. Das kennst du aus deinem Heimatland, das ist für dich normal. Normal ist für dich wahrscheinlich auch, dass das Fahrzeug in Schuss ist und regelmässig die Werkstatt sieht. Auch den Besitz eines Führerscheines setzt man für denjenigen voraus, der quasi dein Leben in der Hand hat. Und so gibt es auch in Jamaika Vorschriften für gewerblich genutzte Transportmittel und deren Fahrer.

Ein Zeichen, dass diese vorliegen, ist die Kennzeichnung des Fahrzeuges mit einem roten Nummernschild, der sogenannten „Red Licence Plate“. Jedes offizielle Taxi in Jamaika hat so eines. Und jedes offiziell operierende Tourunternehmen auch. Zudem kleben auf jeder Taxi-Windschutzscheibe noch die aktuellen Vignetten von der Transportbehörde und der Steuerbehörde. Nun kennst du schon mal die Basics, die jeder offizielle Personenbeförderer in Jamaika braucht.

Ausflüge in Jamaika über den Reiseveranstalter / die Reiseleitung vor Ort buchen

Viele Jamaika-Urlauber wollen sich nicht vor der Reise für Touren festlegen, sondern erstmal „ankommen“. Manche buchen auch Last Minute und lesen dann den (veralteten) Reiseführer erst im Flieger. Wer über einen Reiseveranstalter gebucht hat, besucht dann die Willkommens-Veranstaltung, die meistens in den ersten Tagen stattfindet. Dort wird eine Art Katalog mit Ausflügen vorgestellt, die man zwar beim Reiseleiter buchen kann, welche aber von den grossen, marktführenden Tourunternehmen vor Ort durchgeführt werden.

Die Ziele sind meistens die, die man in jedem Reiseführer findet. Einmal hatten wir eine „Jeep“-Tour gebucht, wo wir unter anderem eine alleinerziehende Mutter besuchten. Das war schon speziell und interessant, jedoch sollte man im Hinterkopf haben, dass es eben auch nur ein „Programmpunkt“ war. Ähnliches gilt für Touren, die man über die Veranstalter von Kreuzfahrten buchen kann.

VORTEIL: Man muss sich nicht schon im Vorfeld haarklein damit auseinandersetzen wo und welche Ausflüge dort hin buchen kann. Ein weiterer Vorteil bei solchen „Hotel“-Touren ist, dass sie vergleichsweise preiswert sind, weil der Tourpreis für eine bestimmte Teilnehmerzahl kalkuliert ist.

Ob als Kreuzfahrer oder Hotelgast – mit individuellen Ausflügen entdeckt man Jamaika intensiver.

NACHTEIL: Es gibt meist eine Mindestteilnehmerzahl, ab der der Ausflug erst stattfindet. Und natürlich einen festgesetzten Zeitplan, der kaum Abweichungen wie spontane Fotostopps oder andere Individualitäten zulässt. Und leider sind die Preise für diese Ausflüge so knapp kalkuliert, dass das fast immer zu Lasten derer geht die euch die Tour schön machen wollen: Fahrer:in und Tourguide:in.

HELLHÖRIG solltest du werden, wenn dir die Reiseleitung eine Tour anbietet, die nicht auf dem Programm des Veranstalters steht. Möglicherweise arbeitet sie in ihre eigene Tasche, indem sie fürs Vermitteln Provision kassiert oder die Tour sogar im Privatauto selber fährt. Das muss nicht schlechter sein, als eine Tour mit einem offiziellen einheimischen Touranbieter. Allerdings sind Privatautos und ihre Lenker nicht für die gewerbsmässige Beförderung von Touristen zugelassen und auch nicht entsprechend versichert, siehe oben. Das gilt auch für von privaten Tourguides angemietete Fahrzeuge.

Individuelle Ausflüge in Jamaika mit ortsansässigen Touranbietern

Wenn du also mehr über die Insel erfahren und intensiver eintauchen möchtest, empfehlen wir dir, eine Tour mit einem einheimischen Tourunternehmen zu buchen. Wenn du Englisch gut verstehst und sprichst, hast du die volle Auswahl. Individuelle Touren in Jamaika gehen aber auch auf Deutsch und anderen Sprachen. Tourunternehmen benötigen ausser der Lizenz für den Personentransport noch eine Zertifikation von der Jamaikanischen Tourismusbehörde.

Die mit dem „Bändchen“ – Wer in Jamaika als Touristenführer arbeiten möchte, braucht nicht nur eine Arbeitserlaubnis. Man muss als Tourguide zusätzlich vom Jamaica Tourist Board (JTB) und der Tourism Product Development Company (TPDCo) lizenziert und zertifiziert sein. Dafür absolviert man ein spezielles „Team Jamaica Training“, wo man „das Wissen, die zwischenmenschlichen Fähigkeiten und die Einstellung für die Bereitstellung eines qualitativ hochwertigen Service“ (Zitat TpDCo) vermittelt bekommt.
Tourguides – ob mit Fahrzeug oder ohne – sind verpflichtet, ihre JTB-Lizenz (mit Lichtbild) offen zu tragen, während sie „im Dienst“ sind. Alle Lizenzen und Versicherungen für Tourunternehmen auf Jamaika müssen immer aktuell sein.

Auch Tourunternehmen haben eine Art „Katalog“, ihre Angebote sind aber meistens nur Vorschläge, die sie auf Anfrage auch nach deinen Wünschen und Interessen anpassen. Sie werden mit dir im Vorfeld bereits abklären, was möglich ist oder was so nicht funktioniert. Nur, weil man sich als Reisender etwas in den Kopf gesetzt hat, muss es nämlich vor Ort nicht zwangsweise funktionieren. Manchmal haben auch Tourunternehmen eine bestimmte Teilnehmerzahl für ihre Touren, machen allerdings gegen Aufpreis auch Touren mit weniger Teilnehmern möglich.

Fotostopps auf Wunsch – wie hier beim Thicketts Estate in St. Ann – sind bei individuellen Ausflügen in Jamaika meistens kein Problem.

Individuelle Ausflüge in Jamaika mit Tourunternehmen kannst du beispielsweise über vorhandene Webseiten anfragen. Es gibt so gut wie bei keinem Anbieter „Preislisten“, so dass du dir schon die Mühe machen musst, Preise für eure individuelle Touren in Jamaika direkt beim Anbieter anzufragen. Auch wenn viele damit werben „das echte Jamaika“ zu zeigen, peppen die meisten ihre Mainstreamtouren nur mit Orten auf, die weniger bekannt sind. Keiner kann irgendwelche Geheimplätze in Jamaika zaubern, an denen nie zuvor ein Tourist war. Und ob du als Erstbesucher das REALE, das UNGESCHMINKTE Jamaika wirklich sehen willst …

Weiter unten teilen wir mit dir ein paar Tipps zur Vorbereitung für individuelle Ausflüge in Jamaika.

Bei den Tourunternehmen in Jamaika gibt es „Sone und Solche“. Längst nicht alle sind offiziell lizensiert und zertifiziert, trotzdem haben sie gute Bewertungen und ihre Stammkundschaft. Einige haben zwar die Zertifikation von der Tourismusbehörde, aber die „Red Plate“ fehlt, und somit die Zulassung des Fahrzeuges zur Personenbeförderung. Das geht solange gut, bis mal was passiert. Wie du erkennst, ob das von euch auserwählte Tourunternehmen alle Bedingungen erfüllt, Touristen legal herumzukutschieren, kannst du im unten verlinkten Beitrag nachlesen.

Tagestouren in Jamaika im selbst gecharterten Taxi

„Geh einfach raus vors Hotel, da stehen massenweise Taxis. Frag nach Jeremy, der macht dir einen guten Preis, wenn du ihn von mir grüsst.“ Jeder Hotelangestellte – vom Empfangsmitarbeiter bis zum Gärtner – hat so einen Tipp parat. Und auch in vielen Kreuzfahrtforen findet man derart Empfehlungen. Wenn man super gut und „verhandlungssicher“ Englisch kann, ist kann das auch eine Option für individuelle Ausflüge in Jamaika sein. Jeremy bringt dich bestimmt auch sicher von A nach B. Allerdings ist das Edutainment bei einer Taxifahrt nicht serienmässig im Preis inbegriffen. Zwar sind die meisten Jamaikaner kommunikativ und wissen auch ein wenig über ihre Insel, aber voraussetzen kann man Unterhaltung während einer Taxifahrt nicht.

Vielleicht aber hat Jeremy sogar mal ein Training von „Team Jamaica“ absolviert und es ist ein wenig hängen geblieben, was er Gästen über seine Heimat erzählen kann. Schön ausgeschmückt natürlich, denn hinterfragen wirst du als Erstbesucher wahrscheinlich eher nichts. Jeremy ist garantiert bestens vernetzt. Er wird dich unterwegs zu den Ausflugszielen seine Lieblingsbar zeigen, seinen Lieblingscookshop, seinen Lieblingscornershop und vieles mehr, was du in einer Nullachtfuffzehn Tour vom Hotel oder Kreuzfahrtveranstalter sicher nie gesehen und erlebt hättest.

Und wenn du dann auch überall ein wenig Geld gelassen habt, sind doch alle happy, oder? Spätestens am Ende der Tour wird Jeremy fragen wie es dir gefallen hat, damit du die Höhe des Trinkgeldes nochmal überdenken kannst. Denn Jeremys „guter Preis“ war möglicherweise viel zu knapp kalkuliert. Ein Zugeständnis, um am Ende des Tages überhaupt Einkommen zu haben. Der Name Jeremy ist übrigens frei erfunden, er könnte aber auch Jens lauten.

„Private Tour gesucht!“ – Individuelle Ausflüge in Jamaika mit Gastgebern oder anderen Privatleuten

Wer darf überhaupt Touren auf Jamaika anbieten? Ohne dafür Geld zu verlangen darf das jeder auf Jamaika – schliesslich ist es nicht verboten, als Gastgeber Freunden und Gästen die Schönheit seiner (Wahl-) Heimat zu zeigen. Als Gast kann man sich dann mindestens mit dem Benzingeld und vielleicht mit einer Einladung zum Essen revanchieren.

Auch Abholung vom Flughafen wird oft angeboten. Doch wenn im privaten Fahrzeug (weisses Nummernschild) gefahren wird, darf höchstens der Benzinpreis verlangt werden. Gastgeber einer zertifizierten Unterkunft zu sein, reicht übrigens nicht aus, um offiziell auch individuelle Ausflüge in Jamaika gegen Bezahlung anzubieten. Auch für sie gelten die gleichen Regeln wie für alle Tourguides und die rollenden Tourunternehmer auf Jamaika. Wenn sie die erforderlichen Nachweise nicht erworben haben, sind Touren mit euren Gastgebern und Privaten nur solange okay und legal, wenn nur der Benzinpreis fällig wird.

Manche lungern vor Hotels herum, manche schaffen’s sogar bis aufs Gelände … Manche treiben sich in Foren und Gruppen auf Social Media rum, wo sie auf potenzielle Kundschaft warten und oft auch ungefragt Nachrichten versenden, sobald jemand auf der Suche nach individuellen Ausflügen in Jamaika ist. Vielleicht hast du Letzteres schon erlebt. Möglicherweise warst du sogar schon mit „Privaten“ in Jamaika unterwegs und hattet ganz tolle Erlebnisse mit sympathischen Menschen. Kann man schon so machen, aber wenn ihr schon nicht abgesichert unterwegs sein wollt, lasst euch wenigstens nicht abzocken.

Dann gibt es noch die Teilzeit-Tourguides. Leute, die nicht das ganze Jahr in Jamaika leben und die Flucht aus dem kalten Winter nutzen, um die Kosten für Flüge und/oder Unterkünfte mit Touren „wieder reinzukriegen“. Auch für diese gelten die Vorschriften für den Personentransport in Jamaika.

Die Preisfrage: Was dürfen individuelle Ausflüge in Jamaika kosten?

Diese Frage mit einer Zahl zu beantworten, ist genauso schwer, wie die Frage, was ein Jamaikaurlaub kosten darf. Individuell heisst ja: Auf deine Bedürfnisse zugeschnitten. Ein massgeschneidertes Designerkleid kostet schliesslich auch mehr, als eins von der Stange beim Klamottendiscounter.

Logischerweise kann der Preis für eine Tour jedoch nicht sehr viel niedriger sein als der reine Taxipreis. Obendrauf kommen mindestens noch die Eintrittsgelder. Theoretisches Rechenbeispiel: Preis für ein Chartertaxi in Jamaika laut Liste x 2 – schliesslich willst nicht nur hin sondern auch zurück gefahren werden – plus Eintritt. Wenn ihr also zu Zweit von Runaway Bay aus ins Rose Hall Greathouse wollt, wäre die Beispielrechnung 2 x 100.- USD plus 2 x 25.- USD Eintritt. Also wärt ihr da schon mit 250.- USD dabei. Die Zeit, während der Fahrer wartet, wenn ihr euch das Greathouse anschaut, ist noch gar nicht eingerechnet.

ROSE HALL GREATHOUSE – einer der Ausflugs-„Klassiker“ in Jamaika

Geht das nicht billiger?

Klar! Man kann sich auch das nächste Route Taxi ranwinken und wenn man Glück hat, muss man auch nicht umsteigen. Route Taxis sind Sammeltaxis, die meistens recht gut gefüllt sind. Sie verkehren auf einer bestimmten Route und sind immer unter Zeitdruck, werden dich also nicht immer direkt an eurem Ausflugsziel herauslassen können. Mehr Infos zum Thema Taxipreise und öffentliche Verkehrsmittel in Jamaika erfahrt haben wir euch am Ende des Beitrags verlinkt.

Unsere Tipps für individuelle Ausflüge in Jamaika

# 1 – BEREITE DICH VOR! – Viele Erstbesucher Jamaikas sind überrascht über das Preisniveau auf der Insel. Mittlerweile gibt es zig Möglichkeiten, sich auch in deutscher Sprache auf einen Jamaika-Urlaub und die anfallenden Kosten zumindest grob vorzubereiten. Eine grobe Vororientierung, was man sehen und erleben möchte, schadet ebenfalls nicht. Die gedruckten Reiseführer für Jamaika sind allerdings nicht immer 100%ig aktuell.

Eine gute Informationsquelle ist darum das Internet. Blogs wie unser, die sich ausschliesslich oder hauptsächlich mit Jamaika befassen, gibt es einige in verschiedenen Sprachen. Gerne empfehlen wir folgende Blogs aus Jamaika:

Adventures From Elle von Rochelle Knight. Sie hat übrigens auch ein Büchlein rausgebracht, in dem sie Sehenswertes in Jamaika in Listen zum Abhaken zusammenfasst.

Simply Local von Jhunelle Jureidini, wo du auch Discounts für Unterkünfte u. Ä. finden kannst.

Auch den deutschsprachigen Youtube-Kanal „Zeig mir Jamaika“ von Ricarda Daley möchten wir dir ans Herz legen. Ricarda führt selbst ein Tourunternehmen in Montego Bay.

# 2 – GEHE RECHTZEITIG AUF DIE SUCHE! – Wenn du individuelle Ausflüge in Jamaika in einer anderen Sprache ausser Englisch im Sinne hast, frage rechtzeitig bei den Touranbietern an. Am besten sobald Flug und Hotel gebucht sind, spätestens aber 6 – 8 Wochen vor der Anreise. Suchst du erst vor Ort, dann wird es schwierig, noch einen freien Termin z. B. bei den deutschsprachigen Tourunternehmen zu bekommen. Es sind nämlich gar nicht so viele, die offiziell operieren und die anderen muss man – speziell während der Kreuzfahrtsaison – dann erstmal finden. Dass euch ein finanzieller Nachteil entsteht, wenn ihr doch nicht fliegen könnt, müsst ihr nicht befürchten. Die Tourunternehmen, mit denen wir bisher unterwegs waren, haben keine Vorauszahlung verlangt. Und das ist auch kein unseriöses Vorgehen, sondern hat mit den Gebühren für Banking in Jamaika zu tun.

Wir finden den möglichst frühen persönlichen Kontakt mit den Anbietern sehr wichtig. Denn schon da zeigt sich, ob die Chemie stimmt. Auch an der Art und Weise, wie jemand auf Nachfragen und Änderungswünsche reagiert, lässt sich vieles ablesen. Letztendlich legt man beim persönlichen Kontakt auch die Basis für das gegenseitige Vertrauensverhältnis.

# 3 – NUTZE UNTERSCHIEDLICHE PLATTFORMEN! – Eine Website kann ein Indiz für Seriosität eines Touranbieters sein, muss aber unserer Erfahrung nach nichts bedeuten. Im Umkehrschluss ist aber das Fehlen eines eigenen Webauftrittes nicht gleich unseriös zu bewerten. Auch auf Tripadvisor, Facebook und Instagram wirst du bei der Suche nach Anbietern für individuelle Ausflüge in Jamaika fündig.

Kann ich nicht auch bei Get Your Guide, Viator & Co buchen? Kannst du, haben wir aber noch nie. Wie auf allen Online-Vermittlungs-Plattformen müssen die Touranbieter für die Präsenz dort saftige Gebühren zahlen. Zudem sind die deutschen Übersetzungen der Tourbeschreibungen manchmal irreführend und die Preise schlecht vergleichbar. Solche Plattformen sind allenfalls gut, um sich inspirieren zu lassen, welche sehenswerten Orte es in Jamaika überhaupt gibt.

Sehenswert, aber nicht gerade „am Weg“: Die Old Spanish Bridge.

# 4 – NICHT NUR DIE PREISE VERGLEICHEN! – Ein individueller Ausflug in dem mehrere Eintritte, Getränke unterwegs und sogar eine Mahlzeit inklusive sind, kostet natürlich mehr, als der reine Trip von A nach B. Dazu ist es nützlich, die Eintritte vorher online zu recherchieren, denn in gedruckten Reiseführern sind oft stark veraltete Preis-Informationen zu finden. Auch eine grosse Gruppe garantiert keinen günstigen Preis, oft sind dann die Tourguides nämlich zusätzlich mit einem Fahrer unterwegs. Das hat den Vorteil, dass sich eine Person auf das Fahren ansich konzentrieren kann, während die andere dir von Land und Leuten erzählt.

Sei skeptisch, wenn das Angebot euch zu billig erscheint, besonders wenn ihr erst vor Ort eine Tour aushandelt.
Das vermeintliche Schnäppchen kann sich als Reinfall entpuppen. Irgendwann wird der Fahrer nachverhandeln wollen und weil du sicher nicht irgendwo in der Pampa oder den Bergen stehen gelassen werden willst, wirst du zähneknirschend den Mehrpreis zahlen.

# 5 – STELLE DIE RICHTIGEN FRAGEN! – Besonders, wenn du sehr spontan in ein Tourfahrzeug steigst, vergewissere dich nochmals vorher über den Ablauf und die Konditionen des Ausfluges. Welche Ziele werden angefahren? Wie lange dauert die Tour? Was ist im Gesamtpreis enthalten, sind z. B. Eintritte dabei? Ist der genannte Preis pro Person oder für alle Tourgäste? Und wenn du schon mal direkt am Fahrzeug stehst, schau dir auch die Farbe des Nummernschildes und die Vignetten an der Windschutzscheibe an. Vergleiche oben „Basiswissen über das Ding mit den Lizenzen“.

Individuell heisst übrigens nicht immer exklusiv nur für dich. Der Begriff „individuell“ bezieht sich nicht zwingend auf eine begrenzte Personenanzahl. Individuell bedeutet, dass etwas auf deine Wünsche zugeschnitten ist. Auch „privat“ kann irreführend sein. Für die einen bedeutet privat = individuell, andere meinen mit „privat“, sie möchten Ausflüge mit Privatleuten machen. Beschreibe also möglichst präzise deine Vorstellungen, wenn du im Internet massgeschneiderte Ausflüge in Jamaika suchst.

# 6 – SUCHE DIR MITFAHRER! – Manche Touranbieter haben einen festen Preis ab einer bestimmten Personenanzahl. Wenn du dann darauf bestehst, die Tour alleine machen zu wollen, wird sie natürlich teurer. Eine Einzelperson ist in Jamaika selten günstig unterwegs. Teile dir die Kosten für eine Tour doch lieber mit anderen Jamaika-Reisenden. Unser erster Touranbieter 2013 hat beispielsweise einen Preis pro Fahrzeug bis zu einer bestimmten Personenzahl aufgerufen. Im Hotel trafen wir bei der Willkommensveranstaltung des Reiseveranstalters noch zwei andere Gäste, die keine Lust auf die dort angebotenen Touren hatten. Wir hatten gemeinsam zwei individuelle Ausflüge in Jamaika und auch den Rest der Ferien viel Spass miteinander.

Und wenn wir uns alle in etwas einig sind, dann doch darin, dass Urlaub in Jamaika Spass machen soll. Den sollte man sich nicht vermiesen lassen, nur weil man schlichtweg falsche Erwartungen hatte. Oder wenn sich im Nachhinein der individuelle Ausflug in Jamaika, den man für ein Schnäppchen hielt, als Abzocke entpuppt.

Jetzt seid ihr bestimmt ein bisschen schlauer. Wir wünschen euch viele schöne Momente auf euren individuellen Ausflügen in Jamaika!

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