Pepperpot-Süppchen „Touchin‘ Jamaica Style“


Sonntags bei Bloggers daheim: Während ich so beim Schreiben unserer Tourbeiträge von 2019 sitze, ziehen natürlich auch auch die ganzen jamaikanischen Leckereien an meinem inneren Auge vorbei. Da fällt mir siedend heiss ein, dass wir JETZT ja auch noch was in die Mägen kriegen sollten und nichts Erwähnenswertes mehr im Kühlschrank ist. „Was tun?“, sprach Zeus… Mir tropfte immernoch der Zahn beim Gedanken an die köstliche, cremige Pepperpotsuppe im „Lobster Bowl“ in Rio Bueno. Callaloo? Hm – die letzte Dose ist verbraucht, schade. Spinat oder Mangold kaufen? Die Geschäfte sind zu – es ist Sonntag. Als ich so die Vorräte durchwühle, kommt mir ein eiskalter, grüner Geistesblitz: TK – Spinat!

Jawoll! Das probier ich jetzt. Macht ihr mit?

Pepperpot-Süppchen „Touchin‘ Jamaica-Style“

1 Dose Kokosmilch

1 Paket TK- Spinat (wie grob oder fein der ist, juckt nicht – siehe unten)

Lauchzwiebeln

Knoblauchzehe

Ingwer

Zitronensaft

Thymian

Pfeffer, Salz

Chilipulver oder Cayennepfeffer

Ich hatte auch noch ein paar einsame Schweinenackenknochen im Tiefkühlfach, die ich – mit kaltem Wasser und Gewürzen aufgesetzt – als Suppengrundlage nutze. Das Ganze köchelt jetzt erstmal ’ne Weile vor sich hin. Der Spinat ist auch schon am auftauen – läuft. Nun können die anderen Zutaten vorbereitet werden.

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Ach wie gut, dass niemand weiss…

Jamaikaner haben ja gerne etwas „zum Beissen“ in der Suppe, also versuche ich mich bei der Gelegenheit gleich mal an Spinners. Die sind so ähnlich wie Schupfnudeln formatiert. Ein einfacher Teig aus Mehl, Salz und Wasser und eine beliebte Suppeneinlage auf Jamaika.

100 g Mehl mit etwas Salz und etwas Wasser zu einem Teig verkneten und zwischen den Handflächen zu kleinen, an beiden Enden zugespitzten Würstchen rollen. Müssen die dann nicht „Rollers“ heissen? Egal. Bis wir sie in die Suppe werfen können, bleibt der Teig im Kühlschrank.

Die Lauchzwiebeln klein schneiden, das etwa walnussgrosse Stück Ingwer auch. Der Knoblauch köchelt schon mit den Gewürzen im Suppentopf. Damit ich später nicht alles mühsam absieben oder rausfischen muss, packe ich am Anfang schon alles in ein Teesäckchen und hänge es zugebunden in den Knochensud.

Endlich sind jetzt auch die Fleischknochen soweit, aus dem Sud zu dürfen. Das Fleisch, was noch dranhängt, wird sorgfältig abge..piedelt*, beiseite gestellt und kommt nachher wieder in den Suppentopf. ( *muttideutsch für: sorgfältig vom Knochen lösen )

… was ich in die Suppe schmeiss‘

Jetzt kommt mein Lieblings-Küchenteil zum Einsatz. Was ist 40 cm lang und macht Frauen glücklich? Genau! Der Pürrierstab, mit dem nun in 500 ml vom Suppensud der Spinat, die Lauchzwiebeln, der Ingwer und die Kokosmilch superfein vereinigt werden. Bei mittlerer Hitze aufkochen lassen und die Spinners sowie das kleingeschnittene Supppenfleisch hinzufügen. Aufkochen und 10 Minuten auf kleiner Flamme die Spinners garen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wem das zu wenig Bumms hat, der schärft mit Chili oder Cayennepfeffer nach. FERTIG.

Wegen der Originalität dürft ihr mich allerdings nicht festnageln – die Jamaikanischen Pepperpots im Internet sehen meist anders aus. Stückiger und halt mehr wie ein Eintopf. Wer will, kann ja noch Kartoffeln, Süsskartoffeln, Kürbis oder was man so daheim hat oder zu kaufen bekommt, mitverwenden. Und Fleisch ist glaub ich, auch nicht Pflicht. Man kann ja heutzutage alles ververgetarisieren. Unsere GerMaican Fusionssuppe ist  – in memoriam an die Pepperpot-Suppe in Rio Bueno – eher cremig. 

Spinner vor! –

Dann könnte man sie ja auch eigentlich „Lobster-Bowl Gedächtnissuppe“ nennen, oder? Aber das wäre wahrscheinlich sträfliche Irreführung…
Bevor ich mich hier schon wieder tief in leckeren Erinnerungen verliere,
schöpfe ich lieber mal auf.

Bitteschön: Lasst es euch schmecken!

 

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