Der „Knete-Knigge“ für Jamaika – Tipps für die Reisekasse


Ihr bereitet gerade eure erste Jamaika-Reise vor? Dann stellt ihr euch sicher auch gerade Fragen wie: Welche Währung gilt überhaupt auf Jamaika? Wo krieg‘ ich die her? Wieviel Geld soll, kann, muss ich nach Jamaika mitnehmen? Was muss ich sonst zum Thema Geld ausgeben auf Jamaika beachten? Antworten rund um’s Thema „Geld und Bezahlen auf Jamaika“ und Tipps, wie ihr die Reisekasse nicht unnötig überstrapaziert, bekommt ihr hier schön übersichtlich zusammengefasst:

Die Jamaikanische Währung

Seit 1969 ist der Jamaican Dollar -abgekürzt JMD- offizielle Landeswährung von Jamaika. Es gibt Noten zu 50, 100, 500, 1000 und 5000 Dollar sowie auch Münzen in 1, 10 und 25 Cent sowie 1, 5, 10 und 20 Dollar. Ein EURO entspricht etwa 142 JMD (11/2018). Ausserhalb Jamaikas bekommt man keine Jamaican Dollar. Es ist offiziell verboten, JMD nach Jamaika einzuführen oder aus Jamaika auszuführen.

Vor allem in den Touristengegenden wird als Zahlungsmittel auch der US-Dollar akzeptiert. Um nach der Ankunft Stress zu vermeiden, kann man für die erste Zeit auf Jamaika schon daheim vor dem Flug US-Dollar holen. Meist bekommt man dann beim Bezahlen mit USD sowieso JMD zurück. Allerdings kann man auch am Flughafen bei der Anreise in MoBay direkt EURO und sogar CHF in USD oder Jamaican Dollar tauschen, logischerweise nicht unbedingt zum besten Kurs. In den meisten grösseren Ortschaften gibt es Cambios=Wechselstuben. Hier tauscht man oft am günstigsten.

Wieviel Geld soll ich nach Jamaika mitnehmen?

Da man auch auf Jamaika die Möglichkeit hat, die Barschaft an Geldautomaten aufzufüllen oder unter Umständen sogar mancherorts mit Kreditkarte zahlen kann, muss man nicht zuviel auf einmal mitbringen oder unterwegs mit sich herumtragen.

Wieviel man braucht, kommt ebenso auf die Art des Aufenthaltes an und wo man gerade untergebracht ist. Auf dem Land findet man nicht in jeder Ortschaft Banken oder Geldautomaten. Pauschalurlauber und All-Inclusive-Bucher benötigen sicher nicht soviel Bargeld, wie Individualtouristen, die sich selbst verpflegen und noch Unterkünfte zahlen müssen. Wir gehören nun bekanntermassen zu den Letzteren und nehmen für die ersten Tage soviel USD mit, dass es für die Unterkunftskosten reicht. Am Liebsten buchen wir diese vorher und zahlen bis zu 50% der Unterkunftskosten vor der Reise an, dann müssen wir nicht andauernd an den Automaten. Zusätzlich rechnen wir für beide noch 100 USD pro Tag extra für Verpflegung und Vergnügungen etc. Das langt uns oft plusminus gerade so, je nachdem wie „vergnügungssüchtig“ wir sind (natürlich alles im Sinne der Erfahrungen, die wir mit euch teilen wollen – zwinker). Ist dann alles aufgebraucht, wird Nachschub besorgt.

Tipp für Jamaika: Besser kleine Noten parat halten.

Die kleineren Geldnoten in Jamaika.

Wie geht Geld abheben am Geldautomaten und Plastikgeld auf Jamaika?

An vielen Geldautomaten auf Jamaika ist es möglich, USD oder JMD mit einer EC-Karte mit „Plus“-, „Maestro“- oder „Cirrus“- Zeichen oder mit Kreditkarte abzuheben. Erkundigt euch bei eurer Bank, welche Gebühren dafür fällig werden. Ebenfalls können Gebühren der Fremdbank auf Jamaika anfallen. Welche Währung ausgezahlt wird ist an den Türen der Geldautomaten (man kann sie meist von innen verriegeln) ersichtlich. Der höchstmögliche Abhebungsbetrag sind 30.000 JMD oder 500 USD.
Viele Reisende aus Deutschland, Österreich, der Schweiz u.A. haben mit einer DKB-VISA-Card gute Erfahrungen gemacht, bei der keine Kosten für das Abheben im Ausland anfallen.

Mit Karten, auf denen das Cirrus-Logo aufgedruckt ist, kann an ebenfalls mit diesem Logo gekennzeichneten Geldautomaten Bargeld, meist gebührenpflichtig, abgehoben werden.

Damit nach oder noch während eurer Ferien nicht „das böse Erwachen“ kommt, achtet darauf, ob der Geldautomat, an dem ihr abheben wollt „sauber“ ist. In letzter Zeit werden nämlich auch auf Jamaika mittels aufgelegter Tastaturen oder Kameras PINs und andere heikle Daten gescammed. Solltet ihr den Eindruck haben, man hat eure Daten ausspioniert, lasst die Karten sofort sperren. Erkundigt euch vor der Reise, wie das bei eurer Bank/Kreditkarteninstitut funktioniert. Wir haben für den Fall der Fälle immer jeder eine EC-Karte und eine zweite Kreditkarte als Backup dabei. Nichts ist unangenehmer, als plötzlich im Ausland ohne Geld dazustehen.

Kreditkarten als Zahlungsmittel werden in den grösseren Geschäften der Touristenzentren meist akzeptiert, verursachen aber auch beim Bezahlen Gebühren. In ländlichen Gegenden gilt eher „Bares ist Wahres“. Man sollte sich übrigens nicht darauf verlassen, dass man die Unterkunft mit Kreditkarte bezahlen kann. Auch wenn es auf dem Buchungsportal als akzeptierte Zahlungsweise im Kleingedruckten steht, kann es vor Ort ganz anders aussehen.

Zusatztipp: Damit eure heimische Bank nicht nervös wird, wenn Abhebungen aus Jamaika getätigt werden, informiert sie doch einfach vor der Abreise über euren Auslandsaufenthalt. Ergänzende Infos über das Thema „Geld abheben auf Jamaika“ <<< findet ihr bei auslandsabhebung.de

Geld ausgeben auf Jamaika – aber wie am Besten?

Ratsam ist es, immer von beiden Währungen einen Betrag in nicht zu grossen Scheinen (können manchmal nicht gewechselt werden) dabei zu haben und Preise z.B. für Touren oder Souvenirs immer am besten zuerst in JMD zu erfragen.
Um Missverständnissen vorzubeugen, sollte man vor dem Bezahlen klarstellen, welche Währung gemeint ist. Oft wird der Jamaican Dollar einfach mit „Jay“ abgekürzt.

Jamaikaner machen auch gern ihre eigenen Umrechnungskurse. Informiert euch vorher, wie der aktuelle Kurs JMD- USD ist. Der Währungsrechner bei OANDA.com ist immer aktuell und es gibt ihn auch als App für euer Mobiltelefon. Handeln auf Märkten und an Strassenständen ist okay, da Touristen meist zuerst einen 30-40% höheren Preis genannt bekommen. Grundsätzlich raten wir, die PREISE -egal wobei- immer vorher fest auszuhandeln, damit es keine unliebsamen Überraschungen und Diskussionen gibt.

Ein paar 100er und 500er Noten sollte man sich für Fahrten im Routetaxi parat halten, oft haben die Fahrer plötzlich kein Wechselgeld, wenn sie Touristen mit grossen Scheinen wedeln sehen. Generell ist es wahrscheinlich eh geschickter, nicht unbedingt die gesamte Barschaft beim Bezahlen vorzuweisen, damit macht man sich eventuell einen ausgehandelten Rabatt wieder zunichte und die Feilscherei geht von vorne los. Bewährt hat es sich für uns, das Tagesbudget jeweils untereinander aufzuteilen und grössere Scheine nicht sichtbar zu verstauen. Den Rest der Urlaubskasse bringt man am Besten im Safe der Unterkunft – wenn vorhanden- oder sonstwie sicher unter. Auch ein abschliessbarer Koffer ist sicherer, als die Kohle unter der Matratze zu bunkern oder immer das ganze Bündel Scheinchen mit sich zu tragen.

Verhandle sportlich, aber mit Bedacht!

Wie schon erwähnt, sollte man als kaufwilliger Tourist auf Jamaika nicht unbedingt den ersten Preisvorschlag annehmen. Beim Handeln selbst muss man sich jedoch vor Augen führen, dass Jamaika auch für Einheimische kein Billigland ist und der Kampf um’s Überleben täglich neu gewonnen werden muss. Man kann den Eindruck bekommen, dass Jamaikaner glauben, jeder Europäer sei reich und könne unbegrenzt Geld ausgeben. Wisst ihr was? Sie haben Recht! Selbst wenn ihr euch die Jamaika-Reise vom Munde abgespart habt- die meisten Jamaikaner können nicht einmal das. Geschweige denn, sich eine Krankenversicherung leisten oder alle Kinder zur weiterführenden Schule schicken zu können. Also beweist Fingerspitzengefühl und überlegt euch, ob es wirklich nötig ist, bis auf’s sprichwörtliche „Blut“ zu handeln.

Übliche Trinkgelder Jamaika

Und wie ist das mit dem Trinkgeld (Tip) auf Jamaika?

Ebenso wie für Routetaxifahrten ist es für Trinkgelder sinnvoll, sich kleinere Noten aufzuheben. Will man beispielsweise einen kleinen Gefallen honorieren, sind 1-5 USD oder 100-500 JMD angemessen. Damit wir dafür nicht dauernd die Geldbörse rauskramen müssen, haben wir 2-3 entsprechende Scheine gefaltet in der Hosentasche. Anders als bei uns ist der Service in Restaurants in der Rechnung oft inkludiert. Das steht dann meist auf der Speisekarte oder der Rechnung direkt vermerkt. Ist das nicht der Fall, sind wohl 10% üblich. Doch das würden wir so nicht unbedingt pauschalisieren. War der Service lausig, fällt das Trinkgeld entsprechend knapper aus. War er hervorragend, kann man ihn auch zusätzlich honorieren, selbst wenn er extra auf der Rechnung ausgewiesen ist. Am Besten gibt man das Trinkgeld dann persönlich, mit einer entsprechenden Bemerkung. Auch in Geschäften kann man das so handhaben, wenn die Bedienung und Beratung hilfreich und sympathisch ist. Oft sind Jamaikaner nämlich nur „Touristenmagnet“ für die Souvenirshops, die eigentlich Indern oder Chinesen gehören.

In den touristischen Gegenden wird Trinkgeld eher erwartet, als auf dem Lande. Ein Kofferträger am Flughafen bekommt pro Gepäckstück einen USD oder 100 JMD. Ob ihr einen Taxifahrer tipt, bleibt euch überlassen. Das kann aber förderlich sein, wenn ihr ihn nochmal in Anspruch nehmen wollt. In den Hotels ist es hilfreich, die Trinkgeldfrage an der Rezeption zu klären. In manchen Hotels gilt Trinkgeld als unerwünscht und man müsste das Personal dann heimlich tipen. Das ist zwar oft gang und gäbe, doch sicher für die Angestellten nicht ganz unproblematisch. Wer weiss, ob es nicht Personalkontrollen gibt? Und wer von uns will schon verantwortlich dafür sein, dass jemand durch unsere Gedankenlosigkeit seinen Job verliert…

Zusatztipp

Wenn ihr Touren, Dienstleistungen oder Anderes von Einheimischen angeboten bekommt und man sich über den Preis geeinigt hat, solltet ihr auch auf diesem bestehen und euch nicht auf nachfolgende Diskussionen einlassen. Bezahlt auch NIE, bevor ihr die Gegenleistung erhalten habt.

Unsere Erfahrungen zum Thema Geld abheben und ausgeben auf Jamaika
könnt ihr in unserem Beitrag
C wie Cash ODER Die Jagd nach dem Jamaican Dollar nachlesen.

Mitreisen könnt ihr übrigens auch hier:

Unsere Facebook-Seite – die offizielle FB- Seite von „Touchin‘ Jamaica“

Unsere Facebook-Gruppe – zum Austausch mit anderen Jamaika-Reisenden
und Jamaika- Fans

Kategorien:TIPPs, TRICKs & HACKSSchlagwörter:, , , , , , , , ,

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