Easy Jamaican Patties


Fastfood auf Jamaikanisch- das sind die beliebten und preiswerten Patties, an denen man auf der schönen Karibikinsel nicht vorbeikommt und die man einfach probiert haben muss. Juici Patties, Tastee Patties, Mother’s … und wie sie noch alle heissen – wenn es schnell gehen und jamaikanisch-lecker sein soll, sind diese  Fastfoodtempel auf Jamaika unsere erste Wahl. Auch in vielen Strassenküchen werden die pikant gefüllten Teigtaschen angeboten. Wieder daheim sind wir dann den Rest des Jahres „auf  Pattie- Entzug“.  Geht es euch genauso oder wollt ihr einfach schon mal  Vorfreude kosten? Wir zeigen euch jetzt, wie ihr selbst in der heimischen Küche ganz einfach jamaikanische Patties machen könnt.

Mitgebracht haben die Patties die Engländer, denn als Ursprung des luftig gebackenen und pikant gefüllten Mürbeteig-Gebäckes gilt Cornwall. Dort sind sie als „Cornish Pasty“ schon seit dem 13. Jahrhundert belegt und entwickelten sich im 18.und 19. Jahrhundert zu einem schnellen und praktischen Mittagessen für Bauersleute und Bergmänner.

 

Das Jamaican Patty ist traditionell mit würzigem Rindshackfleisch gefüllt, kann aber auch mit anderen Füllungen wie Hühnchen, Käse und Garnelen zubereitet werden. Wir haben sie sogar schon mit Callaloo- oder Ackeefüllung gesehen. Auch süsse Füllungen sind denkbar. Umhüllt sind diese Köstlichkeiten von einem goldenen Teig, der beim hineinbeissen abblättert, wenn sie ganz frisch sind. Doch genug erzählt, lasst uns loslegen, selbst Patties nach jamaikanischer Art zuzubereiten:

Teig für 8-10 Stück Jamaikanische Patties

– 250 Gramm Weizenmehl
– 1/2 Teelöffel Salz
– 1 Teelöffel Zucker
– 1 gehäufter Teelöffel Curry oder Kurkuma (für die Farbe)

Alles in eine grosse Schüssel sieben und alles gut miteinander mischen. Dazu 2 gut gehäufte Esslöffel Butter und 100 Gramm Margarine sowie ein wenig Öl geben. Alle Zutaten mit der Hand verkneten und immer wieder ein wenig eiskaltes Wasser zufügen, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Wenn’s klebt- mit ein wenig Mehl bestäuben. In Frischhaltefolie eingewickelt den Pattieteig mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Oder man macht es sich einfacher, indem man fertigen Blätterteig kauft und entweder so verwendet, wie er ist oder wenn man Farbe und Geschmack im Teig haben möchte,  knetet man Curry- Pulver oder Kurkuma ein. Haben wir bei unseren Beefpatties versucht, der Curry wollte sich aber nicht so gut verteilen. Auch dieser Teig kommt am besten nochmal in den Kühlschrank, während ihr die Füllung vorbereitet. 2 Päckchen Fertig- Blätterteig reichen ebenfalls für 8- 10 Patties.

Rindfleisch- Füllung für Jamaikanische Beef-Patties

– 500 g Rindshackfleisch

in heissem Fett anbraten und dann zur Seite schieben, dann in der gleichen Pfanne

– 1 mittelgrosse Zwiebel, feingehackt
– 1 Bund Frühlingszwiebeln, feingeschnitten
– 2 Zehen Knoblauch, feingehackt
– Chilli, feingehackt- nach Schärfewunsch (wer hat, kann auch Scotch Bonnet Pepper nehmen)

andünsten und würzen mit

– 1 Teelöffel Salz
– 1 Teelöffel Paprikapulver scharf
– 1 Teelöffel schwarzer gemahlener Pfeffer
– 1 1/2 Teelöffel Curry
– 1 Teelöffel getrockneter Thymian oder 8 Zweige frischer
– Worcestersauce

 

Wenn alles hübsch angebraten ist, ca 1/4 Liter Brühe (die könnt ihr unseretwegen herstellen, wie ihr wollt) angiessen und mit Deckel nochmal 5-10 Minuten bei kleiner Flamme durchschmurgeln lassen. Jamaikaner würden jetzt zum Binden der Masse etwa 4 – 5 Esslöffel Paniermehl einrühren. Wir hatten sowas nicht mehr im Haus und haben uns mit einem Sossenpäckli beholfen.

Nach dem gleichen Prinzip macht ihr auch die
Hühnchen- Füllung für Chicken-Patties,
nur dass dafür 500 Gramm Hähnchenbrust verwendet wird, welche am besten in ganz kleine Stückchen geschnitten wird. Wer einen Fleischwolf oder eine fähige Küchenmaschine hat, kann das Fleisch auch durchdrehen oder verhackstücken lassen. Und ihr wisst ja- bei der Zubereitung von Hühnerfleisch immer auf peinliche Hygiene achten! Benutzte Küchenhelfer, Schneidunterlagen etc. sofort nach Gebrauch gut reinigen. Eine gelbe Paprikaschote, die wir noch im Kühlschrank hatten, ist feingeschnitten ebenfalls mit in die Füllung gewandert. Statt mit Brühe wurde unsere Chicken-Pattie-Füllung mit Kokosmilch angegossen. Stand auch noch im Kühlschrank und wir finden’s lecker.

Wem die Mischung am Ende noch nicht hot genug ist, kann mit PickApepper Sauce oder anderer Flüssigschärfe nachhelfen. Die Füllmasse reicht etwa auch für 8 – 10 Patties, je nachdem wie grosszügig ihr damit umgeht, denn nun kommt die Feinarbeit.

Der Teig darf jetzt wieder aus dem Kühlschrank und wird auf der bemehlten Arbeitsfläche sehr dünn ausgerollt. Mithilfe einer Untertasse oder einer Müslischale kann man daraus schöne Kreise ausschneiden. Die Reste packt erstmal zur Seite, die könnt ihr dann wieder in die verbliebene Teigmasse kneten.
Du hast keine Müslischale oder keinen Bock, Kreise auszuschneiden? Easy! Forme den Teig zu einer etwa 6 cm dicken Rolle und teile diese in etwa 4 cm breite Stücke. Die kann man dann auch prima so ausrollen. Wird nicht so gleichmässig wie die Kreise, aber:
W
ho cares? -wir sind ja hier nicht beim perfekten Dinner!

Tipp für die ganz, ganz Eiligen unter euch: Wenn ihr fertigen Blätterteig so verwendet, wie er gekauft daherkommt – also schon ausgerollt und ohne Curry -, könnt ihr euch das Rollen sparen und geht gleich zum Schneiden der Kreise über. 

 

Die fertigen Teigkreise legt ihr praktischerweise gleich auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. Je nachdem, wie gross eure Kreise sind, gebt ihr ein paar Esslöffel der Füllung darauf und klappt das Ganze dann so zusammen, dass die Ränder übereinander liegen. Funktioniert am besten, wenn ihr die Füllung nicht in die Mitte gebt, sondern nur auf die eine Hälfte. Achtet darauf, die Ränder mithilfe der Zinken einer Gabel ordentlich anzudrücken. So ist der Patty gut verschlossen und bekommt einen hübschen Rand. Ein Ei und etwas Wasser oder Milch werden jetzt miteinander verschlagen und damit die Patties oben und an den Seiten gut mit einem Backpinsel eingestrichen. Wenn ihr die Patties später backen wollt, erst kurz vorher einstreichen. Bis dahin könnt ihr sie vorerst wieder auf einer Platte abgedeckt  im Kühlschrank lagern.

Jamaikanische Patties im Backofen fertigbacken

Heizt den Backofen auf 180 Grad (Umluft) vor und schiebt das Blech dann mittig ein. Nach ca 15 Minuten mit einem Holzstäbchen eine Piksprobe machen, unsere Patties waren bei beiden Teigen dann schon fertig. Ohne Umluft kann es länger dauern. Falls nötig, lasst sie einfach noch ein paar Minuten länger im Ofen und kontrolliert den Bräunungsgrad. Man kann durch abdecken mit Alufolie verhindern, dass sie zu dunkel werden. Vor dem Servieren solltet ihr eure frischgebackenen Jamaican Patties 5 Minuten stehen lassen, da die Füllung sehr sehr heiss ist.

 

Das war’s schon- keine Hexerei, oder? Die Zutaten sind auch recht erschwinglich und wenn man fertigen Teig verwendet, geht’s recht fix. Klar, es schmeckt halt nicht ganz so, wie man es von Juicie oder Tastee kennt, aber das wäre ja zuviel verlangt. Wie in Amerika wird da oft mit künstlichen Aromen oder Farben nachgeholfen. Was schade ist, denn es geht auch ohne Mononatriumglutamat und Lebensmittelfarbe.
In dem Sinne wünschen wir euch nun Guten Appetit und viel Erfolg und Spass beim ausprobieren!

Kategorien:JAMAIKA-KULINARIK, Lieblingsgerichte aus JamaikaSchlagwörter:, , , , ,

2 Kommentare

  1. Das sieht sehr lecker aus 🙂 Dankeschön für das Rezept, die werde ich sicher mal nachmachen. Liebe Grüße

    Gefällt 1 Person

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