Über echte Berichte und Insidertipps ODER Blogger-Leben eben


(NEIN, das ist kein „Mimimi…“- Beitrag!!!)

Auch wenn es auf touchinjamaica.com vielleicht so wirkt: Bloggen oder Texte für’s www. zu verfassen ist kein leichter Job. Das gilt besonders, wenn man keinen Schimmer hat, worüber man da eigentlich schreibt.

Leider ist das heutzutage aber gängige Praxis und bei diversen Anbietern kann man Texte für Webseiten zu jeglichen Themen in Auftrag geben. Sogar auf professionellen und kommerziellen Webseiten sind die angeblichen „Insider“- Tipps oft nur dürftig recherchiert. Oder noch schlimmer: Komplett von irgendwo abgeschrieben und zusammengesammelt, Copypaste machts möglich. Wer weiss, vielleicht kaufen auch alle beim gleichen Schreiberling. Peinlich, wenn man da mal eine dreizeilige Passage kopiert und auf Google einfügt. Die erste Trefferseite ist dann oft nur mit Websites gefüllt, die den selben Text anzeigen. Es werden sogar komplette Blogs geklont- abartig!!! Wenn dann auch noch die Datumsangaben fehlen, weiss man nicht mal genau, wer von wem abgeschrieben hat.

Besonders peinlich, um nicht zu sagen ein Armutszeugnis ist auch, einen Text durch den Google Übersetzer zu jagen und ihn dann zwar angepasst in gutem Englisch zu posten, aber nicht genauer zu recherchieren. Zum Beispiel dieser: „Wer Port Royal betritt wird von einem verblichenen Schild mit roten Streifen begrüßt, dass einem den Weg in den alten Stadtkern weist.“ Als echter Insider bemerkt man auch andere Unstimmigkeiten sofort, wie z.B. falsch angegebene Fahrzeiten. Wir wissen eben aus eigenen Erfahrungen, dass es selbst ein ambitionierter Jamaikaner nicht im Auto in gut einer Stunde von MoBay nach Negril schafft. Oder dass Mandeville nicht in Westmoreland liegt. Und erst recht, dass Innercircle und nicht Bob Marley das „Alalalalalong“ perfektionierte.

Bei uns findet ihr nur eigene und authentische Texte. Wir wissen ja, worüber wir schreiben und was wir unseren Lesern schuldig sind. Für uns hat das was mit Respekt vor der Arbeit Anderer zu tun und Abschreiben fanden wir schon in der Schule doof. Wenn wir zu wenig eigene Erfahrungen über ein Jamaika- Thema haben, recherchieren wir so gründlich wie möglich und verarbeiten die Informationen dann in unseren Texten. Genaue Recherchen kosten Zeit und eigene Texte schreiben sich auch nicht von allein. So kann es passieren, dass vom Zeitpunkt der Idee für einen Beitrag bis zur tatsächlichen Veröffentlichung mehrere Wochen oder gar Monate ins Land gehen.

Wenn der Text dann mal steht, sind noch die Fotos anzupassen, die aufgrund des beschränkten Datenbudgets unseres Premium- Accounts nicht zu gross sein dürfen. Viele verwenden in Ermangelung eigener Fotos einfach (oft ungefragt) fremde Aufnahmen. Es gibt ja so viel frei verfügbares Material…damit kann man anderen, wenn nötig, sogar eine ganze Jamaikareise vorgaukeln. Hauptsache, der Reise-um-die-Welt- Blog ist schön voll und bunt! Das Hochladen fremder Aufnahmen, beispielsweise auf die Facebookseite eines touristischen Unternehmens kann zudem sehr irreführend wirken. Werden zum Beispiel Fotos von leckeren Gerichten mit einem verlockenden Text gepostet, geht man ja davon aus, dass genau diese Gerichte vor Ort angeboten werden. Enttäuschend, wenn die Realität dann anders aussieht.
Und wenig authentisch ist das Ganze sowieso.

Authentizität ist ein passende Stichwort. Wir wollen authentisch bleiben, eben einfach so wie wir sind. Das wollen unsere Leser und das spiegelt sich in unseren Texten wieder, in den Formulierungen und Wortkreationen. Oft werden wir gefragt, warum wir Deutsch schreiben, wo doch der Blogname „Touchin‘ Jamaica“ auf Englisch ist. Sicher ginge es auch in Englisch, aber Deutsch ist unsere, meine Muttersprache. Ich, Dörthe, könnte in Englisch gar nicht die Persönlichkeit ausdrücken, die unsere Texte kennzeichnet. Letzten Endes waren es doch die Texte, die unsere Facebook- Fans veranlassten, uns zum Bloggen zu treiben. Trotzdem schreiben wir nichts, was uns nicht selbst unter den Nägeln brennt. Und das ist jede Menge, bestimmt auch Zeug, was auf den ersten Blick keinen zu interessieren scheint. Egal, wir bringen das!
Weil wir eben so sind, wie wir sind. 

Ein guter Schlusssatz für diesen, aus der Bloggerseele heraus geschriebenen Beitrag. Wir wünschen euch und uns, authentisch sein zu dürfen. Erlaubt es euch doch einfach! Liebe Grüsse- Dörthe und Lars

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